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Feature
Bangladesch: Sehtests in Grundschulen
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Bangladesch: 140 Millionen Menschen leben im Delta der drei großen Flüsse; die Hälfte davon lebt in Armut. Doch das Läuten der Totenglocken für das Land ist unangebracht. Bangladesch hat in den vergangenen fünfzehn Jahren große Fortschritte erzielt. Die Lebenserwartung ist gestiegen, die Säuglings- und Müttersterblichkeit gesunken und es wird genug Reis produziert, um eine weiterhin rasch wachsende Bevölkerung zu ernähren.
"Wir brauchen kein Mitleid. Wir brauchen Solidarität und eure Partnerschaft", meint Abdul, einer von zahlreichen Organisatoren der Schulsehtests im Land.
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| Die Freundlichkeit der Bangladescher ist beeindruckend. Das schwere Schicksal, das den meisten anhängt, verblasst hinter dem Lächeln der Menschen. "Die Leute hier sind Sorgen gewöhnt. Oft gedemütigt und zu Boden gedrückt, stehen sie immer wieder auf und kämpfen für ihr Überleben und das ihrer Familien". Ajoy, Grundschullehrer und Mitorganisator der Schultests, muss es wissen. Er weiß Bücher zu füllen, über die Gestürzten, die nie liegen blieben.
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Viele Menschen verlassen ihre Dörfer in Richtung der großen Städte des Landes. Die Hoffnung, in der Stadt ein (etwas) besseres Leben zu führen, treibt die Menschen an - und fort!
Auf den Straßen der Hauptstadt Dhaka und im Slum begegnet man vielen desillusionierten Armutsflüchtlingen. Doch auch im Slum gilt: "Arbeiten ums Überleben und bis zum Umfallen!"
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| Harte Arbeit zu leisten an zwölf Stunden plus X täglich und mindestens sechs Tagen in der Woche, ist für viele Bangladescher nicht ungewöhnlich. Nacht- oder Leistungszuschläge auf den Lohn sind unbekannt.
Für viele Menschen bleibt wenig zum Leben übrig, weil die Löhne chronisch niedrig sind, und die Preise steigen und steigen und ...
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Besonders hart ist das Leben für blinde Menschen in Bangladesch. Sie fallen nicht in ein gut gepolstertes soziales Auffangnetz. Auf den Boden gedrückt, wollen auch sie nicht liegen bleiben. Doch was tun? Für viele ist Betteln an der Hand eines Familienangehörigen der einzige Strohhalm.
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Bangladesh National Society for the Blind (BNSB), Partner der Andheri-Hilfe, hat in den vergangenen 30 Jahren Hundertausenden von Menschen geholfen, das Joch der Blindheit zu überwinden. Eine Operation, nur wenige Lebensminuten dauernd, beendete in vielen Fällen einen jahre-, oft jahrzehntelangen Albtraum.
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Operationen können als Bestandteil der kurativen Medizin das Leid vieler Menschen in wenigen Minuten, wenn nicht immer vollständig beseitigen, so doch lindern.
Unsere Partner von BNSB wollen nicht nur vermeidbare Blindheit heilen, sondern auch Blindheit vermeiden. Die Sehtests, die landesweit in Grundschulen durchgeführt werden, sind der vielleicht kraftvollste Ausdruck dieser Absicht.
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| In 205 Grundschulen werden 2006 Sehtests durchgeführt. Durchschnittlich 300 Schüler werden pro Schule untersucht. |

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Das Geschrei der Kinder ist immer groß, wenn das medizinische Team mit dem Jeep vorfährt. Schon Tage vorher haben Mitarbeiter des Krankenhauses zwei Schulräume für die bevorstehenden Untersuchungen mit Sehtesttafeln eingerichtet. Die Kinder erhalten zunächst Tipps, wie sie ihr Augenlicht schützen. |
Manche Kinder brauchen eine Brille. Kein Problem: Bereits zwei Tage nach der Untersuchung liegt die passende Brille vor. |

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Nach der Untersuchung erhalten manche Kinder Augentropfen ... |
... und alle eine Vitamin-A Tablette |

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Es ist ein gutes Gefühl, zu sehen, wie schnell und wirkungsvoll geholfen werden kann. Kinder sind unsere Zukunft! Ihnen zu helfen, ist unser besonderes Anliegen. Helfen Sie bitte mit!
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