
Aus dem Wohlfahrsarchiv des Deutschen Zentralinstituts für Soziale Fragen (DZI):
Die Andheri-Hilfe Bonn e.V. wurde 1967 gegründet und unter der Nummer VR 3229 ins Vereinsregister beim Amtsgericht Bonn eingetragen. Sitz des Vereins ist Bonn. Der Verein ist aus einer 1960 gegründeten Privatinitiative für das Findelkinderheim St. Catherine in Andheri bei Bombay/Indien hervorgegangen. Zu den Organen des Vereins gehören die Mitgliederversammlung, der Vorstand, der Beirat und der Geschäftsführer. Der Vorstand des Vereins besteht aus acht Mitgliedern. Gerichtlich und außergerichtlich vertretungsberechtigt sind zwei Vorstandsmitglieder gemeinsam, darunter der erste Vorsitzende oder der zweite Vorsitzende. Die Führung der laufenden Geschäfte obliegt dem Geschäftsführer. Das Aufsicht führende Organ des Vereins ist die Mitgliederversammlung. Sie tritt mindestens alle zwei Jahre zusammen und entscheidet in diesem Zusammenhang unter anderem über die Entlastung des Leitungsgremiums. Als weiteres Aufsichtsorgan fungiert der Aufsichtsrat.
Zweck des Vereins ist laut Satzung die "Förderung der Entwicklungshilfe (Hilfe zur Selbsthilfe), des Gesundheitswesens, der Bildung und die Unterstützung bedürftiger Personen und Gruppen sowie die Förderung internationaler Toleranz und Völkerverständigung. Dieser Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht
durch Förderung von Projekten der Sozialarbeit, der landwirtschaftlichen und dörflichen Entwicklung sowie des Gesundheitswesens in Indien, Bangladesch und in anderen Ländern des indischen Subkontinents,
durch Veranstaltungen und Herausgabe von Informationen (Zeitungen, Kalender usw.) zur Bewussteinsbildung (...) (Auszug aus § 2 der Satzung)
Die Andheri-Hilfe Bonn e.V. ist vom Finanzamt Bonn-Innenstadt als gemeinnützigen und mildtätigen Zwecken dienend anerkannt. Sie ist berechtigt, Zuwendungsbestätigungen für steuerliche Zwecke auszustellen. Mitgliedsbeiträge sind wie Spenden steuerlich abziehbar.
Die Andheri-Hilfe fördert eine Vielzahl von Projekten in Indien und Bangladesch. Die Schwerpunkte der Förderung, die nach dem Prinzip "Hilfe zur Selbsthilfe" erfolgt, liegen in den Bereichen Sozialarbeit, Bildungs- und Gesundheitswesen, Ressourcenschutz sowie landwirtschaftliche und dörfliche Entwicklung. Besondere Zielgruppen der Unterstützung sind Kinder, Frauen, Unberührbare, Ureinwohner, Blinde und Menschen mit Behinderungen. In Deutschland leistet die Andheri-Hilfe zudem Informations- und Bildungsarbeit.
Der Verein tritt in erster Linie im Rahmen von Aktionen, mit Spendenbriefen, Faltblättern sowie der vierteljährlich erscheinende Zeitschrift "Andheri-Forum" an die Öffentlichkeit. Die Zeitschrift informiert über Vereinsaktivitäten sowie aktuelle Entwicklungen in der Entwicklungszusammenarbeit und in den Zielländern und legt Rechenschaft über die Verwendung der Spenden ab. Die Informationsfaltblätter beschreiben die Bereiche der Vereinsaktivitäten und werben für Projektpartnerschaften. Der Verein präsentiert sich außerdem mit einer eigenen Homepage im Internet, die ein vielfältiges Informationsangebot bietet.
Die Andheri-Hilfe Bonn e.V. ist nach DZI-Maßstab ein großer Verein ("groß" = jährliche Gesamteinnahmen zwischen 5 und 15 Mio. EUR), der sich in erster Linie durch Geldspenden und Zuwendungen öffentlicher Stellen finanziert. Der Jahresabschluss wird durch einen vereidigten Buchprüfer geprüft. Entsprechende Prüfberichte liegen dem DZI vor.
Die Andheri-Hilfe Bonn e.V. leistet satzungsgemäße Arbeit. Werbung und Information sind wahr, eindeutig und sachlich. Der Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben ist nach DZI-Maßstab niedrig ("niedrig" = unter 10%). Werbung und Information sind wahr, eindeutig und sachlich. Mittelbeschaffung und -verwendung sowie die Vermögenslage werden nachvollziehbar dokumentiert. Eine Kontrolle des Vereins und seiner Organe ist gegeben. Das Auskunftsverhalten gegenüber dem DZI ist offen.
Der Andheri-Hilfe Bonn e.V. wurde das DZI Spenden-Siegel zuerkannt. Der Verein ist förderungswürdig.
AZ: 6.06-004 - V 09/1
DOK: Wi/Ke/TI