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Andheri-Hilfe Bonn

Gesundheit durch sauberes Trinkwasser - Bau von Brunnen und Latrinen (erfolgreich abgeschlossen)

Projekt-Steckbrief

Projekttitel

MANTRA

Partnerorganisation

Gram Vikas

Kosten: 33.000 Euro

I-16-34/05

Erfolgreich abgeschlossen

Hauptaktivitäten

Bau von Brunnen mit Solarpumpe

Bau von Toiletten

Gründung eines Fonds zur Instandhaltung

Maßnahmen zur Aufklärung und Bewusstseinsbildung

Kosten (nur Andheri-Hilfe Anteil)

Bau einer Toilette: 133 Euro

Wasserversorgung mit Solarpumpe für ein Dorf 5.357 Euro

Frau Rajmu Sabar litt seit Tagen an starkem Fieber und Durchfall. "Du musst zu einem Wunderheiler gehen" rieten ihr die Nachbarn. Der Wunderheiler empfahl der Familie von Rajmu Sabar eine Ziege zu opfern, denn wahrscheinlich sei sie von einem bösen Geist besessen. Eine Ziege ist für eine arme Familie wie die Sabars ein großes Opfer, doch sie setzten alle Hoffnungen auf den Wunderheiler und opferten die Ziege. Vergeblich - Frau Sabar starb nach drei Tagen.

Innerhalb einer Woche erkrankten mehrere Dorfbewohner an Fieber und Durchfall. Panik breitete sich im Dorf aus. Alle hatten Angst vor den bösen Geistern und waren wie gelähmt. Weitere acht Personen starben.

Die Mitarbeiter unserer Partnerorganisation Gram Vikas hörten von diesem Problem und besuchten das Dorf. Man stellte fest, dass eine gefährliche Diarrhö, verursacht durch verschmutztes Trinkwasser, grassierte. Denn die einzige Trinkwasserquelle ist ein Bach, der vor Verschmutzungen nicht geschützt ist und sich während der Trockenzeit in ein stinkendes Rinnsaal verwandelt. Die Dorfbewohner baten um Hilfe. Sie wollten sauberes Trinkwasser.

Unser Projektpartner Gram Vikas nahm sich dieser Problematik an.

Ein Komitee aus Dorfbewohnern wurde gebildet. Es wurden Brunnen gebaut und eine Solarpumpe installiert, die das saubere Wasser von einer Quelle zum Dorfbrunnen pumpt. Jugendliche wurden ausgebildet, die Solarpumpe Instand zu halten. Jede Familie mauerte ihre eigene Toilette, denn man hatte festgestellt, dass der menschliche Kot das Wasser verseucht hatte. Zusätzlich wurde ein Fonds eingerichtet, in den jeder Dorfbewohner einen Beitrag einzahlen muss. Dieser wird später für eventuelle Reparaturarbeiten verwendet. Ärmere müssen etwas weniger einzahlen als Reiche. Eine wunderbare Chance, alle Dorfbewohner über Schranken von Kaste und Klasse hinweg zusammen zu bringen. Auch Frauen wurden an den Arbeiten und Entscheidungsprozessen beteiligt.

Durch die gemeinsamen Arbeiten entfaltet sich eine soziale Dynamik im Dorf. Die Menschen merken, dass sie sich selbst helfen können. Der Bau der Brunnen, der Solaranlage, der Toiletten macht sie stolz. Sie haben gemeinsam etwas erreicht!

Durch die Einbeziehung der Frauen in die Entscheidungsprozesse hat sich gleichzeitig ihre soziale Stellung verbessert. Die Ehemänner merken: Wenn man die Frauen einbezieht, hat das durchaus für alle Vorteile.

Durch die Einrichtung des gemeinsamen Fonds haben die Dorfbewohner gelernt, Geld zu sparen und zu verwalten. Sie können nun auch andere Projekte im Dorf finanzieren.

Ein Dorfbewohner erzählt stolz: "Früher haben wir in den Wald gemacht wie die Tiere. Nun haben wir Toiletten. Als nächstes renovieren wir unser ganzes Dorf!"

 

Zur Online-Spende für unsere Wasserprojekte in Indien und Bangladesch

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Weitere Gesundheits-Projekte

Bau eines Brunnens, um mehrere Familien mit sauberem Trinkwasser zu versorgen: 88 Euro

Ihre Ansprechpartnerin

Janine Langer

Projektreferentin Indien

Tel: 0228/ 926 525 34
 janine.langer@andheri-hilfe.de