
Mitte November 2007 tötete der Wirbelsturm SIDR mehr als 3.500 Menschen in Bangladesch. Hunderttausende verloren ihr Hab und Gut. Besonders hart traf es die Ärmsten der Armen, die nichts hatten, worauf sie zurückgreifen konnten. Andheri-Hilfe unterstützte mit 120.000 Euro 2.327 Familien.

Unmittelbar nachdem SIDR eine Schneise der Verwüstung hinterlassen hatte, liefen die Planungen der Andheri-Hilfe zusammen mit ihren Partnerorganisationen vor Ort an. Es ging um schnelle wirkungsvolle Hilfsmaßnahmen. Arbeits- und Einkommensmöglichkeiten mussten wiederhergestellt werden. Die Menschen sollten schnell wieder auf eigenen Füßen stehen.
Mit einem Betrag von 120.000 Euro konnten insgesamt 2.327 Familien, das sind über 13.000 Menschen, geholfen werden. Die Unterstützung bezog sich auf einige Dutzende unterschiedlicher Erwerbszweige, z.B. Reisanbau, Betelanbau, Anbau von Hülsenfrüchten, Fischzucht, Geflügelzucht, Weizen- und Maisanbau, Gärtnerei oder häusliche Tieraufzucht.
Auch wurden 200 Häuser repariert und 50 weitere neu errichtet. Da insbesondere für Frauen in Bangladesch das Haus Ort der Produktion und damit der Erwerbstätigkeit ist, war diese Maßnahme dringend erforderlich.
Im Einzeln sah die Hilfe folgendermaßen aus:
Beschaffung von Produktionsmitteln für die Landwirtschaft (1.311 Familien)
Beschaffung von Produktionsmitteln für einkommen schaffende Maßnahmen außerhalb der Landwirtschaft (766 Familien)
Hausneubau und -reparatur (250 Familien)

Die Menschen erhalten keine Geschenke, sondern einen zinslosen Kredit, den sie 15 Monate nach Erhalt zurückgezahlt haben werden. Mit einem Teil der Rückläufe aus den Krediten werden andere Menschen bei der Existenzgründung unterstützt. Ein weiterer Teil wird dafür eingesetzt, Katastrophenfonds anzulegen, aus denen gezielte Hilfen bei zukünftigen Katastrophen finanziert werden können.
Andheri-Hilfe dankt allen Spenderinnen und Spender auch im Namen der Familien in Bangladesch, denen hierdurch geholfen werden konnte.

Dr. Martin Peter Houscht
Projektreferent Bangladesch/ Nordostindien,
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