

Diese Frage haben wir in den vergangenen Jahren immer wieder zu hören bekommen. Indien - eine boomende Handelsnation mit einer ehrgeizigen Wirtschaftspolitik, mit der höchsten Zahl an Millionären weltweit, führend auf dem digitalen Dienstleistungssektor, ... Wie erklärt man dann die Zahl von fast zwei Drittel Armen, immerhin gut 800 Millionen Menschen, die von weniger als 2 Dollar pro Tag leben müssen? Oder die vielen indischen Kinder, die auf den Feldern, in kleinen Manufakturen und Hinterhof-Fabriken in Indien tagtäglich schuften müssen, um das schmale Einkommen der Familie aufzubessern? Nach aktuellen Zahlen des US-Außenministeriums 2011 hat Indien neben Bangladesch und die Philippinen die höchste Zahl an Kinderarbeitern in heimischer Produktion! Kinderarbeit, Landvertreibung, Diskriminierung wegen Krankheiten, Armut, "falscher" Kaste oder Religion sind einige Gründe, warum in Indien heute noch Menschen in größte existentielle Not geraten oder sind.
Andheri-Hilfe unterstützt nicht die indische Regierung bzw. den indischen Staat, sondern gezielt die armen Bevölkerungsgruppen, ihre Potentiale zu entfalten, ihre Rechte einzufordern und vorhandene staatliche Programme zu nutzen, natürliche Ressourcen zu schützen und wertvolle Traditionen zu bewahren. Wir möchten für diese Menschen das Sprachrohr sein, damit sie ihre Stimme erheben können.
Dies in Zahlen auszudrücken, ist gar nicht so einfach! Dadurch, dass Andheri-Hilfe Förderprojekte - vor allem im ländlichen Raum - durchführt , die immer mehrere Maßnahmen beinhalten, ist eine Vielzahl an Menschen direkt wie indirekt von dieser Arbeit betroffen.
Konkrete Hilfe leisteten wir 2010 in Indien und Bangladesch in 17.235 Dörfern und 588 Slums und erreichten insgesamt
Weitere Erfolge dank Ihrer Unterstützung:
Für den Bereich der Blindenhilfe in Bangladesch lässt sich die Zahl für 2010 genau benennen:
Im Jahr 2010 betrugen die Werbe- und Verwaltungsausgaben gemessen an den Gesamtausgaben der Andheri-Hilfe "nur" 8,71 %. Das heißt mit anderen Worten: 91,29 % der Spenden gehen in die Projektarbeit nach Indien oder Bangladesch. Die notwendigen Ausgaben für Verwaltung und Werbung unserer Organisation sind laut den Kriterien des Deutschen Zentralinstituts für Soziale Fragen - DZI als niedrig einzustufen (unter 10 % "niedrig", 10 - 20 % "angemessen", 20 bis unter 35 % als "vertretbar" - nähere Infos:
www.dzi.de).
Die Gelder für die Projektförderung 2010 wurden wie folgt verteilt:
39,2 % Ländliche Entwicklung, 24,7 % Blindheit bekämpfen, 10,1% Frauen und Mädchen, 8,4 % Kinderförderung, 5,1 % Gesundheit und Bildung, 12,5 % sonstige Maßnahmen
Transparenz ist für uns keine Pflichtübung, sondern ein ganz persönliches Anliegen! Unser großes Kapital ist das Vertrauen der Menschen: der Spender hier, der Partner vor Ort, der Menschen in den Projekten. Deshalb ist unsere Arbeit transparent:
Eine Spende mit festem Verwendungszweck ist eine „gebundene“ Spende, d.h. wir können sie ausschließlich für den vom Spender gewünschten Bereich einsetzen. Dies ist sehr sinnvoll bei festen Projektpartnerschaften, bei denen Spender „Paten“ für ein festes Projekt oder eine bestimmte Zielgruppe sind. Gerade langjährige Förderungen garantieren eine Kontinuität, die für das Gelingen in bestimmten Sektoren notwendig ist, z.B. in der Aids- oder Blindenhilfe.
Der Nachteil der zweckgebundenen Spenden liegt darin, dass sie innerhalb eines Jahres für den vorbestimmten Zweck verwendet werden müssen. Konnte die Spende bis dahin nicht eingesetzt werden, weil zum Beispiel das Projekt „überfinanziert“ ist, müssen Spender darüber informiert werden. So geschehen unmittelbar nach der Tsunami-Katastrophe im Jahr 2004/05. Und nicht immer lässt sich diese Spende in eine „freie“ umwandeln, sondern muss zurückgegeben werden.
Der Vorteil der freien Spende liegt darin, dass die Zuwendung nach Bedarf in aktuelle oder unterfinanzierte Projekte fließen kann.
Wir garantieren den spendenwürdigen Einsatz der uns anvertrauten Gelder! Das jährliche Zertifikat des Deutschen Instituts für Soziale Fragen (DZI) zeigt den ordnungsgemäßen Umgang der Spenden durch Andheri-Hilfe Bonn e.V.
Jede Spende wird quittiert – sofern Sie als Spender dies ausdrücklich wünschen! Auch Spenden - Beträge unter 200 Euro, bei der üblicherweise die Vorlage des Kontoauszugs beim Finanzamt ausreicht, werden von uns quittiert. Wir benötigen dafür „nur“ Ihre Postanschrift. Aber keine Sorge: Ihre Adresse ist bei uns sicher, denn wir geben keinerlei Adressen an Dritte weiter!