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Andheri-Hilfe Bonn

Klimaschutz durch erneuerbare Energien und Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel für arme Familien an den Flussufern in Bangladesch

Boot auf dem Ganges

52.000 Menschen leben in 108 Inseldörfern im südwestlich von Dhaka gelegenen Faridpur-Distrikt. Es handelt sich um Schwemmlandinseln (Chars) im Gangesdelta. Die Menschen hier kochen mit getrocknetem Kuhdung, Blättern und Holz; Kerosin wird für die Beleuchtung eingesetzt. Doch Kerosin ist teuer, schädigt die Gesundheit erheblich und trägt dazu bei, dass die CO2 Emissionen steigen. Schon jetzt sind Überschwemmungen und Flusserosion ein Problem und sie werden sich vor dem Hintergrund abnehmender Baumbestände noch verschärfen. Doch müssen diese Trends fortlaufen? „Nein!“, sagt M. A. Jalil, Direktor unserer Partnerorganisation Amra Kaj Kory (AKK).

AKK arbeitet seit Januar 2012 mit 4.360 Haushalten auf den Inseln zum Thema Klimaschutz und -anpassung. Eine Energiewende einzuleiten, ist dabei Ziel Nr.1. Wie? 700 Solaranlagen und 300 Biogasanlagen für 1.400 bzw. 1.600 Haushalte sollen errichtet werden. Die erhofften Folgen: Es fallen keine Kosten mehr für Feuerholz und Kerosin an. Kein Sammeln von Feuerholz ist mehr erforderlich - der Baumbestand bleibt intakt und es bleibt mehr Zeit für andere Dinge, denn die Familien wenden jetzt noch etwa drei Stunden täglich für die Suche nach Feuerholz. Die Solarlampen mit 100 Lumen Leuchtkraft sorgen auch nach Einbruch der Dunkelheit für genügend Helligkeit. Und noch ein Effekt, der über die Ebene der Haushalte hinausgeht. Der CO2-Ausstoß verringert sich jährlich um rund 6.000 Tonnen.

Ziel Nr. 2 besteht darin,  4.360 Haushalte an die Folgen des Klimawandels anzupassen. Dies geschieht einerseits durch Aufklärungs- und Schulungsmaßnahmen. Zum anderen werden Wohnhütten, Marktläden und Viehstellplätze höhergelegt - auf ein durchschnittliches Gesamtniveau von 2,74 Meter. Auf der Basis empirisch fundierter wissenschaftlicher Studien können damit existentielle Bedrohungen für Mensch und Tier oder Vermögenswerte faktisch ausgeschlossen werden. Zum Vergleich: Bei den „Jahrhundertfluten“ in Bangladesch in den vergangenen 13 Jahren stieg das Wasser im Projektgebiet nicht über 2,10 Meter.

Alle Maßnahmen sind so konzipiert, dass sie auch langfristig von der Zielgruppe in Eigenregie fortgeführt werden können. Etwaige Instandhaltungen werden von der Zielgruppe übernommen. Managementkomitees z.B. für Solaranlagen und Biogasanlagen übernehmen die Beobachtung und Überwachung. Das Projekt wird am 31.12.2015 beendet sein.

Wir sind sehr froh, dass das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die Kofinanzierung des Projekts übernommen hat. Auch AKK und die Menschen im Projekt übernehmen Kosten. Für die Andheri-Hilfe verbleibt ein Anteil von rund 180.000 Euro.

 

Biogasanlage für 4 Familien = 135 €*

Biogasanlage für 8 Familien = 270 €*

Solaranlage für zwei Familien = 90 €*

* Andheri-Hilfe-Anteil. 75% der Kosten übernimmt das BMZ.

Spenden - Kennwort: BD060512

Ihr Ansprechpartner

 Dr. Martin Peter Houscht

Projektreferent Bangladesch/ Nordostindien,
Webmaster

Tel: 0228/ 926 525 35
 mp.houscht@no-spam.andheri-hilfe.de