Bangladesch: Solarlicht für 1.088 Familien auf den Gangesinseln
Andheri-Hilfe Bonn finanziert mit Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 544 Solaranlagen für 1.088 Familien in Bangladesch. Die Menschen auf den Flussinseln des Ganges im Faridpur-Bezirk in Bangladesch sind nicht zu beneiden: Geringe oder unsichere Einkommen, schlechte Gesundheit, geringe Bildung und geringes Selbstwertgefühl, unzureichende Vermögenswerte und eine große Anfälligkeit für Krisen sind die bitteren Zutaten eines harten Lebens. Wir unterstützen seit 2006 ein Projekt, das mit 6.000 Menschen auf den Inseln zusammenarbeitet. 2007 wurde als eine zusätzliche Maßnahme die Komponente "Solarlicht" eingeführt. Künftig sollen 1.088 Familien von der Nutzung der Solarenergie profitieren.
Auch langfristig gesehen werden die Flussinseln, auch Chars genannt, nicht im Einzugsgebiet der öffentlichen Stromversorgung liegen. Die Menschen dort seien auf teuere und gesundheitsschädigende Kerosinlampen angewiesen, um auch nach Sonnenuntergang aktiv sein zu können. Deswegen sollen bis Ende des Jahres 337 weitere Solaranlagen errichtet werden. Mit einer Anlage können jeweils zwei Familien zwei bis drei Lampen betreiben. Das Solarmodul wird an einem Haus - an einem Bambusstamm - befestigt, um dann über Drähte eine Verbindung zwischen zwei Häusern herzustellen, so die Andheri-Hilfe.
Die Familien, die von der Solarenergie profitieren, sollen nach Ablauf der drei Jahre alle Kosten im Zusammenhang mit dem Betrieb und der Wartung der Solaranlage tragen. Die bisherigen Energiekosten für das Kerosin liegen wesentlich höher als die erwarteten Kosten für den Betrieb und die Wartung der Solaranlage. Laut Andheri-Hilfe stellt die Solartechnik saubere und sichere Energie für Bildung, Gesundheit und wirtschaftliche Entwicklung sicher. Armut in der Projektregion könne dadurch noch effektiver bekämpft werden. Außerdem biete die Solarenergie eine wichtige Grundlage für eine Entwicklung, die auch den jungen Menschen eine Perspektive biete. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) trägt 75% der Kosten des Projektes. Den Rest übernehmen die Partnerorganisation vor Ort und Andheri-Hilfe Bonn. Der Stromanbieter Naturstrom engagiert sich ebenfalls bei diesem Projekt. Naturstrom möchte Solaranlagen auf der Flussinsel "North Channel Union" fördern. Die ersten fünf Anlagen spendet Naturstrom dem Dorf Khalak Mattubar Dangi, weitere Solaranlagen sollen durch die Aktion "Kunden werben Kunden" finanziert werden. Kontakt: Dr. Martin Peter Houscht
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