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Andheri-Hilfe Bonn

MultiKultiChor Bonn finanziert einen Ausbildungsplatz in Bangladesch

Chormitglied Saifulah Khan erläutert den Benefizgedanken.
Der Chor in St. Hedwig, im Vordergrund die Vorsitzende Sibylle Nitsche

Das Benefizkonzert des Bonner MultiKultiChors am 4. Dezember hat sein Ziel erreicht: der Spendenerlös von 549 Euro ermöglicht es der Andheri-Hilfe, einem jungen Menschen einen Lehrgang in einer mobilen Ausbildungsstätte in Bangladesch zu finanzieren. Diese sechsmonatige Lehre kostet umgerechnet 400 Euro. Somit kann sogar eine zweite Ausbildung anfinanziert werden.

Mit weihnachtlichen und festlichen Liedern rund um die Welt erfreute der Chor (www.multikultichor.de)  unter der Leitung von Irina Brochin die Gäste, die am verregneten zweiten Adventssonntag in der Pfarrkirche St. Hedwig im Bonner Norden erschienen waren. Für ihr Jubiläumskonzert aus Anlass des 10-jährigen Bestehens hatte sich der Chor für ein Andheri-Projekt aus Bangladesch entschieden. Den Grund erklärte der Sänger Saifulah Khan, der selber aus diesem südostasiatischen Land stammt so: „Für eine Reise des Chors nach Bangladesch ist das Land doch ein bisschen weit weg. Wie aber können wir unsere Solidarität besser ausdrücken als in der Unterstützung der Menschen dort? Viele meiner Landsleute sind sehr arm, deshalb möchten wir einem jungen Menschen eine Ausbildung in einem nachgefragten Beruf finanzieren.“

Vor zehn Jahren begann Andheri-Hilfe mit praktischen Wellblechkonstruktionen mobile Ausbildungsstätten aufzubauen. In den zurzeit neun existierenden Zentren, die landesweit eingesetzt werden können, erhalten Jugendliche aus armen Verhältnissen die Chance einer sechsmonatigen Ausbildung: Elektriker, Mechaniker, Schneiderinnen, Zimmerleute und neuerdings auch Solartechniker und Mechaniker für Gas betriebene Fahrzeuge sind die gängigen Lehrgänge. Die Lehrstelle kommt in die Dörfer und die Azubis müssen ihre Region oder Dorf nicht verlassen. Dies war vorher gerade für junge unverheiratete Frauen das größte Handicap, eine Lehre zu beginnen! Beachtlich sind die sehr guten Vermittlungszahlen: 85% der Graduierten fanden eine Arbeitsstelle oder konnten sich eine eigene Existenz aufbauen.

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