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Andheri-Hilfe Bonn

Wasser ist Leben: Ernährung sichern durch Wasser - und Ressourcenschutz. Zielgruppe: Dörfliche Gemeinschaften der Bergregionen Keralas


Im Juni 2011 begann die Pilotphase dieses Projekts. Ziel ist die Ernährungssicherheit und ausreichende Wasserversorgung von 300 Klein- Farmerfamilien durch den nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen zu gewährleisten.

Kinder baden in dem Wasser, das auf die Felder geleitet wird

 

Die hügelige Landschaft im Westen Ghats in Nordkerala hat durch massive Waldrodung seine natürliche Funktion als Wasserspeicher verloren. Regenfälle spülen nun den nährstoffreichen Boden ab. Zusätzlich hat der jahrelange Gebrauch von chemischen Düngemitteln und Pestiziden, sowie der einseitige Anbau in Monokulturen die Böden ausgelaugt. Viele Farmer haben sich auf den Anbau von Produkten für den Export spezialisiert, statt die eigene Nahrungsmittelversorgung sicherzustellen. Gefährliche Abhängigkeiten sind die Folge.
In dieser Region, in der die meisten Menschen aus Mangel an Alternativen von der Landwirtschaft leben, hat dies fatale Auswirkungen: Schon jetzt leben
39 % der Menschen unterhalb der Armutsgrenze.
Viele Menschen, insbesondere Kinder, leiden an Mangelernährung und deren Auswirkungen.

Die Tellicherry Social Service Society ist ein langjähriger Partner der Andheri-Hilfe Bonn. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, den Schutz der natürlichen Ressourcen durch die Kleinbauern des Distriktes Kannur und Kasaragod zu fördern, so dass die Ernährung und Wasserversorgung von insgesamt 300 Farmerfamilien für die Zukunft gesichert werden.

In dieser Pilotphase liegt zunächst der Schwerpunkt auf der partizipativen Planung des langfristig angelegten Projekts. Die Bauern planen in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern unseres Partners, welche Maßnahmen in jedem Dorf notwendig sind, um die Ressourcen nachhaltig zu schützen, so dass sich die Wasser- und Ernährungssituation langfristig verbessert.
Zunächst wird die Situation im Zielgebiet in Hinblick auf die sozio-ökonomische Lage, Gesundheit, Umwelt und Landwirtschaft genau analysiert. Es werden Gruppen gegründet, in deren Treffen sich die Mitglieder über nachhaltige landwirtschaftliche Anbaumethoden austauschen. Dabei wird besonders das traditionelle Wissen, welches durch die zunehmende Exportorientierung des Anbaus und den Einsatz chemischer Dünger verdrängt wurde, wiederbelebt. Ursachen der Rückgänge der Erträge werden diskutiert und Maßnahmen zur Verbesserung der Eigenversorgung der Familien erarbeitet.
So werden Modellflächen für den Anbau von Bananenpflanzen und Küchengärten, beispielhaft angelegt. Es werden Steinwälle auf den Feldern mit Hanglage und das Ziehen von Wasserauffanggräben geplant, die den fruchtbaren Boden zurück halten und den Boden während der heftigen Regenfälle auffangen. So kann der Grundwasserspiegel wieder ansteigen. Die Farmer werden angehalten, Buch über Anbau, Einnahmen und Ausgaben zu führen, um dieses in Zusammenarbeit mit den Programmkoordinatoren zu optimieren. Eigens gebildete Entwicklungskomitees eines jeden Dorfes bilden jeweils den Kern der nachhaltigen, ressourcenschonenden landwirtschaftlichen Planungen.

Die Andheri-Hilfe Bonn unterstützt die Pilotphase dieses Projektes im Zeitraum vom Juli 2011 bis zum Ende des Jahres 2012 mit 30.500 €. Unterstützen sie die Familien, ihre natürlichen Ressourcen zu schützen. So kann ihnen und künftigen Generationen Hunger erspart und ein gesundes Leben ermöglicht werden.

Wenn Sie dieses Projekt unterstützen möchten, geben Sie bei Ihrer Überweisung bitte die Projekt Nr. I-670-16/11 an.  Vielen Dank!

Renaturierung von 1 Hektar Land in Indien kostet 150 €

Ihre Ansprechpartnerin

Heike Kluve

Projektreferentin Südindien

Tel: 0228/ 926 525 32
 heike.kluve@no-spam.andheri-hilfe.org