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Andheri-Hilfe Bonn

Menschen mit Behinderungen

Ein behindertes Kind gilt in Indien und Bangladesch oft als Strafe der Götter. Aus Scham verstecken viele Eltern ihr behindertes Kind im Haus. Behandlungs- und Fördermöglichkeiten für Behinderte stehen in diesen Ländern, in denen ein großer Teil der Bevölkerung um das tägliche Überleben kämpfen muss, nur für sehr wenige Kinder - meist aus besser gestellten Familien - zur Verfügung. Um die wenigen staatlichen Förderprogramme wissen die meisten der Armen nicht einmal.

Wir fördern Menschen mit Behinderungen - insbesondere Kinder. Mit Unterstützung der eigenen Familie und integriert in das gewohnte soziale Umfeld wird medizinisch und therapeutisch alles nur Mögliche getan, um die Auswirkungen der Behinderung zu mildern und die besonderen Fähigkeiten dieser Menschen zu fördern. Daneben geht es um die Aufnahme der Kinder in lokale Schulen sowie um die Schaffung von Einkommensmöglichkeiten für Jugendliche und Erwachsene. Ziel ist ein weitestgehend selbständiges Leben in Selbstachtung und sozialer Anerkennung.

 

Förderung und Integration von Menschen mit Behinderungen im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesch

Seit Juni 2005 engagiert sich unser Partner UETS in der Integration von Menschen, insbesonders Kindern, mit Behinderungen. Nun sollen die Erfolge weitergeführt und Menschen weiterer Regionen Zukunftschancen eröffnet werden.

Die Auswirkungen der vergangenen Projektphase im Visakhapatnam Distrikt im südindischen Bundesstaat Andhra Pradesch sind deutlich spürbar: Während noch vor Jahren Kinder mit Behinderungen häufig aus Scham versteckt wurden, ist inzwischen ein Bewusstsein in der Bevölkerung gewachsen, dass ein behindertes Kind keine Strafe Gottes ist. Es wird nun vielmehr als Aufgabe- und oft als Bereicherung für Familie und Gemeinschaft wahrgenommen. Wenn das Kind bei Verdacht auf eine Behinderung rechtzeitig zum Arzt gebracht wird, kann mit einer Therapie oder Operation oft wesentlich geholfen werden. Ein Erfolg der Arbeit von UETS ist besonders die Integration der behinderten Kinder in reguläre Schulen. So werden den Kindern zum einen Chancen eröffnet, zum anderen lernen ihre Mitschüler frühzeitig Toleranz und verlieren ihre Hemmungen im Umgang. Verschiedenste Hilfsmittel wie Hör- und Sehhilfen, Rollstühle und Krücken werden zur Verfügung gestellt und bedeuten eine große Erleichterung für den Alltag der Kleinen. Außerdem erhalten die Eltern behinderter Kinder eine Ausbildung, die ihnen die Betreuung und Förderung ihrer Kinder ermöglicht.

Auch Erwachsene mit Behinderungen erfahren Unterstützung in Form von medizinischer und therapeutischer Versorgung. Ein wichtiger Aspekt ist die Gründung von Selbsthilfegruppen. In den Gruppen haben die Menschen nicht nur die Möglichkeit, sich auszutauschen, sondern sie fungieren auch als Interessenvertretung nach außen. Unser Partner macht sich außerdem stark für den freien oder bezuschussten Zugang zum Bus- und Bahnverkehr.
Diese und eine ganze Reihe weiterer erfolgreicher Maßnahmen konnten in der Vergangenheit insgesamt 2353 Personen, davon viele Kinder, Zukunftschancen eröffnen. Nun soll das Projekt in einer weiteren Phase auf den Inseln Polavaram und Yanam, die im Delta des Godavari-Flusses gelegen sind und wo die gesundheitliche Versorgung sehr unzureichend ist, weitergeführt werden. 2000 Menschen mit Behinderungen sollen hier erreicht werden. Helfen Sie mit, auch diesen Menschen den Weg in ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu ebnen!

Vor Abschluss dieses Projektes werden wir Ihnen ein neues Projekt vorschlagen. Im Falle, dass dieses Projekt kurzfristig ausfinanziert ist, behalten wir uns vor, die Gelder einem gleichwertigen Projekt zukommen zu lassen.

Für 60 € wird einem Kind, das bislang für den Familien-Unterhalt mitarbeiten muss, der Einstieg in die Schulbildung ermöglicht.

Projektpartner werden:

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