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Andheri-Hilfe Bonn

Kinder und Jugendliche

Unzählige Kinder im indischen Subkontinent müssen hart arbeiten, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Allein für Indien schätzt man ihre Zahl auf 40 bis 100 Millionen. Kinderarbeiter können nicht zur Schule gehen, können ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten nicht entfalten. Sie werden um ihre Kindheit betrogen, und Aussichten auf eine bessere Zukunft gibt es für sie nicht.

Wir fördern Projekte zugunsten von Straßenkindern und Kinderarbeitern. Sie sollen - wo immer möglich - in ihren Familien aufwachsen, die Schule besuchen und einen Beruf erlernen, um so bessere Zukunftsperspektiven zu haben. Ihre Eltern werden unterstützt, alternative Einkommensquellen zu finden. Dann sind die Familien zum Überleben nicht länger auf die Arbeit ihrer Kinder angewiesen.

Aktuelles Partnerschaftsprojekt:

Armut bekämpfen durch zukunftsorientierte Ausbildung in Bangladesch

Eines der größten Probleme Bangladeschs ist die landesweite hohe Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung. Während noch immer zwei Drittel der Bevölkerung in der Landwirtschaft tätig sind, ist der Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt auf etwa 20% zurückgegangen. Dieses Missverhältnis kann auch als Armutsschere bezeichnet werden und ist ein wichtiger Grund für die enorme Land-Stadt-Migration in Bangladesch und sozialen Unfrieden.
Unser Partner vor Ort (Caritas Bangladesch) hat entsprechende Maßnahmen bereits initiiert, die der doppelten Zielsetzung, Überwindung wirtschaftlicher Not und sozialen Unfriedens, dienen sollen. Durch Maßnahmen zur Gemeinwesenentwicklung in den Provinzen des Landes wurden bereits viele Tausende von armen Menschen in homogene Gruppen zusammengefasst und diese miteinander vernetzt. Die Aufgabe der Gruppen besteht darin, ihre Entwicklung und die ihrer Gemeinwesen selbst bestimmt und zielgerichtet voranzutreiben (u.a. durch grundbildende Kurse, Aufbau von Sparvolumen, Rechtsberatung, Dialog zwischen ethnischen Minderheiten und Bengalen). Die Zielgruppe des Projekts  entstammt den durch Maßnahmen zur Gemeinwesenentwicklung bereits erfassten Familien.

Caritas Bangladesh möchte relevante Ausbildungsdienstleistungen gleichsam an der Türschwelle anbieten, um auch den besonders armen Personen eine Ausbildung zu ermöglichen, die sich keinen Aufenthalt fernab des Dorfes leisten können - in finanzieller und/oder sozialer Hinsicht wie im Fall junger Frauen -, gleichwohl eine Existenz in ihrem Heimatort aufbauen möchten. Um dies zu erreichen, hat man sich für den Einsatz mobiler Ausbildungszentren entschieden, die leicht auf- und abzubauen sind und damit ein Höchstmaß an Flexibilität bedeuten bei gleichzeitiger Einhaltung des hohen Ausbildungsstandards, den der Projektträger bei stationären Ausbildungszentren garantiert.
Es handelt sich bei den Ausbildungszentren um Wellblechkonstruktionen mit einer Länge von 12,20 m und einer Breite von 4,90 m, die jeweils zwei Räume (pro Kurs ein Raum) beherbergt. Alle zum Aufbau der Ausbildungszentren benötigten Materialien sowie die für das Abhalten der Ausbildungskurse erforderlichen Geräte sind lokal, d.h. in der jeweiligen Region, oder in Dhaka erhältlich.

Die Kurse gliedern sich in einen praktischen und einen theoretischen Teil und dauern 5,5 Monate. 1,5 Stunden pro Woche erhalten die Auszubildenden zusätzlich zu den unmittelbar handwerksbezogenen Ausbildungsinhalten noch spezielle Unterweisungen in Bezug auf die Gründung ihrer eigenen Unternehmung. Darüber hinaus wirkt das Projekt darauf hin, dass die Auszubildenden Kontakte zu lokalen Wirtschaftsvertretern erhalten. So sind Treffen zwischen Azubis und lokalen Unternehmen vorgesehen, um die Chancen auf eine Beschäftigung zu erhöhen bzw. relevante Marktkenntnisse von Praktikern zu erhalten.
Nach Abschluss der Ausbildung erhalten diejenigen, die den Schritt in die Selbstständigkeit gehen wollen, einen Kredit. Die ausgegebenen Kredite werden von den Jungunternehmern innerhalb eines Jahres zurückgezahlt und fließen in einen Fonds, aus dem weitere Jungunternehmer später Kredite erhalten
Auch im letzten Jahr konnten im Projekt "Armut bekämpfen durch zukunftsorientierte Ausbildung", das landesweit in Bangladesch durchgeführt wird, große Erfolge erzielt werden.
Über 363 junge Menschen im Alter von 16-30 erhielten im letzten Jahr eine halbjährige umfassende praxisorientierte Ausbildung in den Berufszweigen Mechanik, Schneiderei, Stickerei und Elektronik.
Die Einbeziehung lokaler Managementkomitees, die nun mindestens noch drei Jahre nach Abschluss eines Ausbildungsganges den graduierten Auszubildenden beim Schritt in die Selbstständigkeit oder in das Arbeitsleben behilflich sein werden, lohnt sich: Die Vermittlungsquote stieg auf fast 82%. Mit den erzielten Einkommen können die jungen Menschen ihre Familien effektiv unterstützen. Die Erfahrung zeigt, dass die Einkommen im Laufe des Berufslebens bzw. der Selbstständigkeit noch stark ansteigen.

Vor Abschluss dieses Projektes werden wir Ihnen ein neues Projekt vorschlagen. Im Falle, dass dieses Projekt kurzfristig ausfinanziert ist, behalten wir uns vor, die Gelder einem gleichwertigen Projekt zukommen zu lassen.

Für 60 € wird einem Kind, das bislang für den Familien-Unterhalt mitarbeiten muss, der Einstieg in die Schulbildung ermöglicht.

Projektpartner werden:

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