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Andheri-Hilfe Bonn

Bildung, Organisation und Stärkung von armen Frauen und Mädchen

Projekt-Kurzinformationen

Projekttitel

Bildung, Organisation und Stärkung von armen Frauen und jugendlichen Mädchen

( I-600-31/12)

Partnerorganisation

Centre for Women`s Development and Research 

Finanzierung

Die Andheri-Hilfe unterstützt das Projekt im Zeitraum 01/12 – 12/14 mit 75.000 €

Hauptaktivitäten

Förderung von ökologischen Küchengärten und Kleintierhaltung

Fortbildung von Frauen und Mädchen

Einführung von Bienenzucht   

Ländliches Ressourcenzentrum für nachhaltige Landwirtschaft und Fortbildungen  

Kosten

Anlage von ökologischen Modell-Küchengärten:    61 € pro Dorf

Fünftägige Schulung von 15 Mädchen als Trainerinnen "Training of the Trainers: 172 €

Fortbildung in Kleintierhaltung: 46 € pro Dorf

Monatsgehalt einer Dorfberaterin: 77 €

Aufbau und Betrieb einer Modellfarm (Küchengarten, Kompostherstellung, Bienenzucht, Biogas):        1380 € 

Ein Mädchen erlernt im Zentrum den Gebrauch eines Computers

 

Nach dem verheerenden Tsunami 2005 unterstützte die Andheri-Hilfe die erfahrene Frauenorganisation Centre for Women`s Development and Research (CWDR) mit einem Rehabilitationsprogramm, das auf Frauen und Mädchen ausgerichtet war. Alleinstehende Frauen sind in Indien besonders benachteiligt: Sie werden sozial und kulturell diskriminiert und stehen wirtschaftlich wie auch rechtlich am äußersten Rand der Gesellschaft. Während Regierungsprogramme und Maßnahmen anderer NGOs diesen Frauen und Mädchen kaum zu Gute kamen, gelang es CWDR die beiden Gruppen zu organisieren und ihnen eine Stimme im Entwicklungsprozess zu geben. In den 24 Küstendörfern nahe der Metropole Chennai, die das Projektgebiet umfasst, hatten Frauen bis dahin außerhalb ihrer vier Wände nichts zu sagen.

Inzwischen sind 876 Frauen, 765 allein stehende Frauen und 611 jugendliche Mädchen Mitglieder der Selbsthilfegruppen, die bereits gut funktionieren. Sie haben begonnen gemeinsam zu arbeiten, sich gegen Unrecht wie sexuelle Gewalt zur Wehr zu setzen und für das Gemeinwohl aktiv zu werden. Die Mädchen haben gelernt, wie wichtig Bildung, Gesundheit und eine saubere Umwelt für sie sind. Sie führen Kampagnen gegen Umweltverschmutzung durch, fordern Regierungsprogramme für Toiletten ein, brechen die Schule nicht mehr ab und heiraten nicht mehr bevor sie 21 Jahre alt sind.

Mädchen werden am Computer geschult. Mit guten Computerkenntnissen werden sie später bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.

Bestehen bleibt das Problem großer Armut in den 24 Projektdörfern, das sich in den letzten Jahren strukturell noch verschärft hat. An der Küste zwischen den Großstädten Chennai und Pondicherry gelegen, wurde mehr und mehr landwirtschaftlich genutztes Land an private Investoren verkauft, die jetzt Hotels und Restaurants errichten. Die meisten Menschen haben bisher ihren Lebensunterhalt als Tagelöhner in der Landwirtschaft verdient. Am schlimmsten betroffen sind wieder die Frauen, die in den Dörfern mittellos zurück bleiben, während die Männer auf Arbeitssuche in die Städte abwandern.

Mädchen im Unterricht

Das im Januar 2012 begonnene neue Projekt stützt sich auf die vorhandenen Ressourcen: die in Gruppen organisierten Frauen und Mädchen als soziales Kapital, die landwirtschaftlichen Erfahrungen der Frauen und das Land, das zu ihren Häusern gehört und ein ländliches mit Mitteln der Andheri-Hilfe gebautes Zentrum von CWDR. 

Die Mädchen sind die Frauen von morgen und übernehmen schon heute wichtige Aufgaben in der Gemeinschaft. Sie haben heute Bildungschancen, die ihre Mütter nie hatten, und nutzen sie. Ihr verändertes Rollenverständnis und Selbstbewusstsein wird die Gesellschaft prägen. In dem Ressourcenzentrum werden sie fortgebildet, u.a. in der Nutzung von Computern, und haben später gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt, z.B. in den neuen Hotels und Restaurants. Die Töchter allein stehender Frauen werden mit Hilfe eines Ausbildungsfonds gezielt unterstützt. Die jugendlichen Mädchen übernehmen aber auch wichtige Aufgaben im Projekt selbst. In jedem Dorf werden 7-10 Mädchen ausgewählt, die als Trainerinnen fortgebildet werden und im Anschluss jeweils 10 weitere Mädchen in ihrem Dorf fortbilden werden. Mit der Unterstützung von Dorfberaterinnen werden Gruppen von Mädchen in ihrem Dorf Entwicklungspläne erarbeiten. Dabei geht es insbesondere um Themen wie Gesundheit, Ernährung und Bildung.

 

Dhanlaxmi verdient ihren Lebensunterhalt mit der Herstellung von Snacks. Hier verkauft sie selbstgezogene Setzlinge aus ihrem biologischen Küchengarten.

 

Die allein stehenden Frauen haben dagegen kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Sie sollen dabei unterstützt werden, ihr kleines zum Haus gehörendes Stück Land produktiver zu nutzen: als ökologischen Küchengarten und für die Haltung von Geflügel und Ziegen. Für Kleinkredite werden sie an lokale Banken vermittelt. Im Projekt erhalten sie Unternehmenstrainings und Unterstützung durch einen landwirtschaftlichen Berater, der ebenfalls für den Aufbau einer kleinen Modellfarm im Ressourcenzentrum verantwortlich ist. Hier soll außerdem als Versuch und zur Anschauung eine kleine Bienenzucht etabliert werden. In jedem Dorf wird ein Modell-Küchengarten angelegt. Das Projekt kooperiert mit der Landwirtschaftsuniversität und staatlichen Beratungsstellen.

 

Murugammal pflanzt Setzlinge in ihrem Küchengarten

 

 

 

 

Dieses Projekt wird von der Schöck-Familien-Stiftung gGmbh gefördert.

Wenn Sie diese Frauen und Mädchen bei ihrer Entwicklung unterstützen möchten, geben Sie bei Ihrer Spenden-Überweisung bitte die Projekt-Nr. :

I-600-31/12 an. 

Vielen Dank!

Hier können Sie direkt und sicher online spenden...

Zweitägiger Lehrgang zu Nachhaltigem Landwirtschaften für 30 Teilnehmer: 90 Euro

Ihre Ansprechpartnerin

Barbara

von Hillebrandt-Jung


Projektreferentin Südindien, Westindien

Tel: 0228/ 926 525 32
 barbara.hillebrandt@
andheri-hilfe.org