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Andheri-Hilfe Bonn

Solaranlagen in Bangladesch: Solarlicht hilft armen Familien

Ein neues Solar Home System wird installiert

Solar Home Systems - eine Erfolgsgeschichte mit Bestandsgarantie

2007 fing es auf den Flussinseln im Ganges an: 414 Haushalte erhielten 207 Solar Home Systems (SHS) mit einer jeweiligen Leistung von 50 W pro Anlage. Die betroffenen Haushalte, die keine Chance hatten, jemals an das öffentliche Stromnetz angeschlossen zu werden, erhielten mit diesen Solaranlagen damit eine unabhängige Stromversorgung. Ein neues, helleres Leben begann. Der teurere Betrieb gesundheitsschädigender Petroleumlampen konnte eingestellt werden, und die Solarenergie verlängert seitdem auf umweltfreundliche Art die produktive Zeit. Auch die Kinder können so noch in den Abendstunden etwas für die Schule tun oder auch anderweitig aktiv sein.

2008 erhielten dann weitere 680 Haushalte auf den Flussinseln des Ganges SHS. Auch hier wurde eine gemeinsame Verbindung realisiert. Aufgehängt an einem Bambusstamm und mit zwei Haushalten verdrahtet, reichten 340 SHS.

In Gaibandha wurden in den Jahren 2010 bis 2012 2.725 Haushalte erreicht (1.617 SHS). In Joypurhat kamen 2.165 Haushalte (1.102 SHS) in den Jahren 2011 und 2012 hinzu. In einigen Fällen war eine gemeinsame Verbindung nicht möglich, so dass eine Einzelverbindung das Mittel der Wahl war.

2012 wurden gleich zwei neue Projekte bewilligt, in denen auch SHS installiert werden sollten: Das Projekt „Verbesserung der Lebensgrundlagen von Landarbeitern und Kleinbauern durch Schutz und Entwicklung natürlicher Ressourcen“ im Gaibandha Bezirk und das Projekt „Klimaschutz durch erneuerbare Energien und Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel für arme Familien an den Flussufern“ im Faridpur Distrikt. In den Jahren 2012-2014 wurden in Faridpur 560 solcher Solaranlagen (für 1120 Haushalte) und in Gaibandha 792 SHS (für 1518 Haushalte) errichtet.

Für 2015 sind in den beiden Regionen weitere 555 SHS für 795 Haushalte geplant. Seit Februar 2015 unterstützt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit einer weiteren Kofinanzierung unsere Arbeit auf den Flussinseln im Ganges. Im Projekt „Armutsbekämpfung durch Einsatz erneuerbarer Energien und Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel für arme Familien auf Schwemmlandinseln in Bangladesch“ sollen zwischen 2015 und 2018 1050 SHS installiert werden.

Die Erfahrung der Projektträger und die technischen Innovationen – die SHS sind immer leistungsfähiger geworden – haben dazu geführt, dass in Faridpur nun 30 Watt-Solaranlagen für Einzelhaushalte installiert werden. Auch bei der Finanzierung der Anlagen gibt es eine Abänderung: Die Solaranlagen werden nicht mehr unentgeltlich verteilt. Die Begünstigten werden in 35 monatlichen Raten den Wert der Lampen zurückzahlen. Diese Raten können voll aus den Ersparnissen finanziert werden, die aus dem Wegfall der Kosten für das Petroleum resultieren. 

Diese Familie genießt bereits die Vorteile der Solarenergie

 

Der Ökostromanbieter NATURSTROM unterstützt unser Projekt "Solaranlagen zur Armutsbekämpfung in Bangladesch" seit 2008 durch Spenden und mit der Aktion "Kunden werben Kunden". Seitdem konnten durch die Kunden und NATURSTROM über 1300 Solaranlagen finanziert werden!

Vielen Dank!

Eine Solaranlage für eine Familie kostet 220 Euro.

Die 30-Watt Anlagen sind komplett mit Solarpanel, Wechselrichter, Verkabelung, Batterie, LED-Lampen und Werkzeugkoffer für Reparaturen.

Das erspart der Familie dauerhaft hohe Kosten für gesundheitsschädliches Petroleum.

Ihr Ansprechpartner

Dr. Martin Peter Houscht


Projektreferent Bangladesch/ Nordostindien,
Webmaster

Tel: 0228/ 926 525 35
 mp.houscht@no-spam.andheri-hilfe.org