

Solar Home Systems – ein voller Erfolg!
2007 fing es auf den Flussinseln im Ganges an: 414 Familien erhielten 207 Solar Home Systems (SHS) mit einer jeweiligen Leistung von 50 W pro Anlage. Die betroffenen Familien, die keine Chance hatten, jemals an das öffentliche Stromnetz angeschlossen zu werden, erhielten damit eine unabhängige Stromversorgung. Ein neues, helleres Leben begann. Der teuere Betrieb gesundheitsschädigender Kerosinlampen konnte eingestellt werden, und die Solarenergie verlängert auf umweltfreundliche Art die produktive Zeit. Auch die Kinder konnten so noch in den Abendstunden etwas für die Schule tun oder auch anderweitig aktiv sein.
2008 erhielten dann weitere 674 Haushalte Solaranlagen. Auch hier wurde eine gemeinsame Verbindung realisiert. Aufgehängt an einem Bambusstamm und mit zwei Haushalten verdrahtet, reichten 337 SHS.
In Bangladesch gibt es viele Regionen, in denen eine Anbindung an das konventionelle Stromnetz auch langfristig eher unwahrscheinlich ist. Durch die fortgesetzte Unterstützung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der naturstrom AG gelangten weitere Familien in den Genuss einer eigenständigen, umwelt- und gesundheitsfreundlichen Stromversorgung. In Gaibandha wurden 2.617 Familien erreicht (1.549 SHS) und vor Kurzem folgten 1.002 SHS für 1.965 Familien in Joypurhat. In einigen Fällen war eine gemeinsame Verbindung nicht möglich, so dass eine Einzelverbindung das Mittel der Wahl war.
Fazit: 5.670 Familien, d.h. rund 31.000 Menschen genießen mittlerweile den grünen Strom. Unsere Partnerorganisationen, die im engen Kontakt zu den Menschen stehen, melden u.a. höhere Familieneinkommen, mehr Erfolg in der Schule und zurückgegangene Atemwegserkrankungen.
Die SHS sind ein Erfolgsmodell, das sich rechnet. Für uns und die Partnerorganisationen werden keinerlei Folgekosten anfallen. Die betroffenen Familien haben Rücklagen gebildet und werden nach Ablauf der Garantiezeiten alle Kosten im Zusammenhang mit dem Betrieb und der Wartung der Solaranlagen selbst tragen.

Die Familien, die von der Solarenergie profitieren, sollen nach Ablauf der drei Jahre alle Kosten im Zusammenhang mit dem Betrieb und der Wartung der Solaranlage tragen. Die bisherigen Energiekosten für das Kerosin liegen wesentlich höher als die erwarteten Kosten für den Betrieb und die Wartung der Solaranlage. Laut Andheri-Hilfe stellt die Solartechnik saubere und sichere Energie für Bildung, Gesundheit und wirtschaftliche Entwicklung sicher. Armut in der Projektregion könne dadurch noch effektiver bekämpft werden. Außerdem biete die Solarenergie eine wichtige Grundlage für eine Entwicklung, die auch den jungen Menschen eine Perspektive biete. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) trägt 75% der Kosten des Projektes. Den Rest übernehmen die Partnerorganisation vor Ort und Andheri-Hilfe Bonn.


Eine Solaranlage für 2 Familien kostet 320 Euro.
Das erspart der Familie dauerhaft hohe Kosten für gesundheitsschädliches Kerosin.
Dr. Martin Peter Houscht
Projektreferent Bangladesch/ Nordostindien,
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Tel: 0228/ 926 525 35
mp.houscht@andheri-hilfe.org