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Andheri-Hilfe Bonn

Karnataka: Wasser bedeutet Leben

Projekt-Steckbrief

Projekttitel

Integriertes Ressourcenmanagement in Chamarajanagar (I-67-33/05)

Partnerorganisation

Organisation for the Development of People (ODP)

Finanzierung

Die Andheri-Hilfe unterstützt das Projekt im Zeitraum 01/10 bis 12/11 mit 81.854 Euro

 

Hauptaktivitäten

Nachhaltigkeit des Projektes sichern

Anlegen kleiner Gemüsegärten zur Nahrungssicherung

Vermittlung  nach-haltiger Methoden für die Landwirtschaft auf 20 Modelfeldern

Ermittlung von Vermarktungsstrategien für die eigenen landwirtschaftlichen Produkte

 

Kosten

Anlegen eines Gemüsegartens: 2,70 Euro

Monatliches Gehalt für einen Projektmitarbeiter: 105 Euro

Nachhaltigkeitstraining für die Vertreter der Selbsthilfegruppen: 70 Euro pro Training

 

 

Wasser ist eine der wichtigsten Lebensgrundlagen, sei es als Trinkwasser für Mensch und Tier, als Nutzwasser oder für die Landwirtschaft. So ist die Wasserknappheit oft ein zentrales Problem und trifft insbesondere die ärmsten Menschen. Der Chamarajanagar Distrikt im südindischen Bundesstaat Karnataka wurde von der Regierung als Dürregebiet identifiziert. Unser dortiger Projektpartner „ Organization for the Development of People“ (ODP) hat bereits viele Erfolge hinsichtlich einer besseren Nutzung der natürlichen Ressourcen Wasser, Boden, Pflanzen und Wald erzielt.

2009 ging die Hauptphase des Projektes zu Ende. Daher hat ODP eine Evaluierung durch externe Gutachter in allen fünf Projektregionen im Distrikt Mysore im Bundesstaat Karnataka veranlasst. Sie bestätigte, dass die Armut in den Projektdörfern durch die Maßnahmen geringer geworden ist. Die Lebensqualität ist gestiegen: Notwendige Anschaffungen durch zusätzliche Einnahmen haben den Lebensstandard verbessert. Die Mitglieder der Selbsthilfegruppen haben viel gelernt, was Ihnen bei ihrer täglichen Arbeit von Nutzen ist, und sie halten jetzt zusammen. Die Kinder gehen alle in die Schule. Frauen haben durch ihre Aktivitäten heute ein höheres Ansehen in Familie und Dorfgemeinschaft und können bei wichtigen Entscheidungen mitreden. Die Projektaktivitäten waren gut auf die Bedürfnisse der Menschen in dieser von Dürre geplagten Region ausgerichtet. Die 80 Selbsthilfegruppen sowie ihre beiden Föderationen für Frauen und Männer sind darauf eingestellt, selbstständig weiter zu arbeiten.

Allerdings sind fünf Jahre ein kurzer Zeitraum, um nachhaltige Erfolge im Ressourcenmanagement zu gewährleisten, und einige Folgemaßnahmen zur Konsolidierung der Erfolge wurden vorgeschlagen. Nach intensiven Diskussionen zwischen den Menschen in den Dörfern und ODP sowie der Andheri-Hilfe und ODP haben wir eine zweijährige Folgephase (2010-2011) bewilligt.

So wurden die Mitglieder der Gruppen im vergangenen Jahr weiter fortgebildet, um die zahlreichen wasserbaulichen Bauwerke instand zu halten und das angesparte Kapital sinnvoll zu verwalten. So sollen die natürlichen Ressourcen langfristig sinnvoll genutzt werden. In diesem Sinne werden biologische Anbaumethoden jetzt systematisch gefördert. Die Bauern erhalten Ausbildungen. Modellfelder wurden mit 20 ausgewählten Bauern angelegt. Die Erfahrungen werden ausgewertet, schriftlich dokumentiert und für die Beratung aller Bauern eingesetzt. Die Anlage von kleinen Gemüsegärten wird unterstützt. ODP vernetzt sich zudem stärker mit anderen Organisationen, die nachhaltige Landwirtschaft und biologische Anbaumethoden fördern.

 

Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der Verbesserung der Vermarktung der landwirtschaftlichen Produkte. Bisher geht ein großer Teil des Einkommens an Zwischenhändler verloren. Hierfür wurden zunächst Daten von allen Bauern und Haushalten erhoben und ausgewertet. In allen fünf Gebieten sollen mit Hilfe eines staatlichen Zuschusses gemeinschaftliche Speicher gebaut werden. Die Beantragung dieses Zuschusses ist technisch und finanziell so aufwendig, dass die Dorfbewohner dafür auf die Unterstützung von ODP und uns angewiesen sind.

Wir freuen uns, dass mit diesen innovativen Projektmaßnahmen die natürlichen Ressourcen noch besser genutzt werden und die Menschen gleichzeitig ihr Einkommen weiter verbessern können.

 

Die Anlage von 100 Küchengärten für arme Familien in diesem Projekt kostet 270 Euro.

Ihre Ansprechpartnerin

Barbara

von Hillebrandt-Jung

Projektreferentin Südindien, Westindien

Tel: 0228/ 926 525 32
 barbara.hillebrandt@
andheri-hilfe.org