ANDHERI HILFE

Bangladesch: Hebammen retten Leben

Die Teegartenarbeiter und ihre Familien im Nordosten Bangladeschs sind in vielerlei Hinsicht stark benachteiligt. Sie leben völlig isoliert und abgelegen in ärmsten Wohnverhältnissen, haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und Bildungseinrichtungen. Viele Menschen in den Teeanbaugebieten sind arbeitslos, denn Jobs gibt es nicht genügend. Haben die Menschen Glück und finden eine Arbeit, ist der Verdienst aber meist so gering, dass sie sich noch nicht einmal eine warme Mahlzeit am Tag leisten können.

Bangladesch: Hebammen retten Leben. Untersuchung einer schwangeren Frau.
Bangladesch: Die ausgebildete Hebamme untersucht eine schwangere Frau.

Projektpartner:

Unnayan Sahayak Sangstha (USS)

Bangladesch

20 €

Hebammen retten Leben: Der ANDHERI HILFE-Anteil für die Fortbildung einer Hebamme pro Jahr beträgt 20 Euro.

Schwangere Frauen leiden unter mangelnder Gesundheitsversorgung

Besonders prekär ist die Gesundheitsversorgung in den Gegenden des Teeanbaus. Hier gibt es keine Ärzte, lediglich Sanitäter, die im größten Notfall auch nicht viel ausrichten können, denn die Krankenhäuser liegen viel zu weit entfernt. Vor allem die Frauen leiden unter der mangelnden medizinischen Versorgung: dies besonders, wenn sie schwanger sind. Genau dies möchten wir gemeinsam mit unserem Partner in Bangladesch ändern.

 

Stärkung der Teegartenarbeiter

Unser Partner Unnayan Sahayak Sangstha (USS), mit dem wir bereits seit 1994 zusammenarbeiten, setzt sich für die Stärkung der Teegartenarbeiter und ihrer Familien ein. Verbesserung der Einkommenssituation, bessere Bildungschancen und die Bereitstellung einer medizinischen Versorgung sind die Ziele des aktuellen Projektes, das zunächst bis Ende 2021 durchgeführt werden soll. Ein Schwerpunkt ist die Fortbildung der traditionellen Geburtshelferinnen, durch deren so wichtige Arbeit die im Projektgebiet hohe Kinder- und Müttersterblichkeit reduziert werden soll.

Intensive Ausbildung für Hebammen

Noch immer sterben in Bangladesch jährlich mehrere Tausend Frauen und Kinder vor, nach oder während der Geburt. In der Projektregion gibt es zwar Hebammen, doch viele von ihnen wurden nie professionell ausgebildet, sondern haben sich ihr Wissen und ihre Fähigkeiten über die Jahre angeeignet, indem sie anderen nicht ausgebildeten Hebammen über die Schulter schauten. Durch intensive Fortbildungen werden die Hebammen nun unterstützt, den schwangeren Frauen eine bessere Unterstützung anbieten zu können. Die Hebammen führen künftig umfassende Check-ups sowie Impfungen durch und klären über die Mutterschaftsvorsorge auf.

 

Hebammen retten Leben: Hilfe bei der Geburt

Bei unkomplizierten Schwangerschaften begleiten sie die Schwangeren auch bei der Geburt. Liegt eine Risikoschwangerschaft vor, dann bringen sie die Frauen für die Geburt ins Krankenhaus. Auch nach der Geburt sind sie noch 42 Tage für die Frauen da. Sie geben Anleitungen und Hilfe beim Stillen oder führen Impfungen der Neugeborenen durch. Die Fortbildungen der Geburtshelferinnen werden teilweise gemeinsam mit den Schwangerenzentren der bangladeschischen Regierung durchgeführt. Nicht nur die schwangeren Frauen sind dankbar für diese so wichtige und oftmals lebensrettende Unterstützung, auch die Hebammen profitieren von den Fortbildungen, weil sie künftig weit mehr schwangeren Frauen professionell helfen können und dadurch zusätzliche Einnahmen haben.

Ihr Ansprechpartner

Dr. Martin Peter Houscht
Referat Bangladesch

Kontakt

E-Mail

Telefon: 0228 / 926 525 35