ANDHERI HILFE

2018 - unser Jahr der Frauen und Mädchen in Indien und Bangladesch
In Indien und Bangladesch gibt es noch viel Gewalt, Unterdrückung und Diskriminierung an Frauen und Mädchen

 

Frauen und Mädchen in Indien und Bangladesch

Frauen und Mädchen in Indien und Bangladesch sind die wichtigste Zielgruppe der ANDHERI HILFE: Zum einen, weil sie auch heute vielfach noch extrem diskriminiert und benachteiligt sind, zum anderen, weil sie die wertvollsten Vorreiterinnen für positive Entwicklungen in Familie und Gesellschaft sind. Und das, obwohl Indien immer noch als das gefährlichste Land für Mädchen und Frauen gilt. Misshandlungen und Vergewaltigungen sind keine Einzelfälle, sondern für viele Frauen und Mädchen grausamer Alltag.

Aus Furcht vor Mitgiftzahlungen bei der Hochzeit, lassen viele Eltern ihre Mädchen abtreiben oder (auch das ist in einigen Regionen noch gängige Praxis) nach der Geburt töten. Im Kindes- und Jugendalter werden die Mädchen im Vergleich zu den Jungen meist vernachlässigt. So wird in deren  Ernährung, Gesundheit und Ausbildung häufig weniger investiert, als notwendig wäre.

„Ein Mädchen großzuziehen ist so, als ob man den Garten des Nachbarn bewässert.“, sagt ein indisches Sprichwort.

2018 - Frauen und Mädchen in unseren Projekten

An dieser Stelle stellen wir Ihnen in diesem Jahr einige unserer Projekte in Indien und Bangladesch vor, in denen wir Frauen und Mädchen in ihren Rechten und bei ihrer Entwicklung unterstützen.

Rechte von Mädchen und Frauen in Indien stärken

Viele Mädchen und Frauen in den Slums von Chennai (Süd-Indien) wurden als Hausangestellte ausgebeutet und misshandelt. Durch Organisation in Gruppen und einer Gewerkschaft wehren sie sich erfolgreich gegen Diskriminierung und Ausbeutung.  

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Tabu Menstruation in Indien

Die Hälfte der Weltbevölkerung erlebt sie im Laufe ihres Lebens: die weibliche Menstruation. Für uns ein ganz natürlicher Vorgang. Warum die Menstruation jedoch in manchen Ländern, wie z.B. in Indien, dazu führen kann, dass Mädchen und Frauen nicht ungehindert am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können, möchten wir näher beleuchten.

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Stärkung der Armen und Benachteiligten, vor allem der Kinder und Jugendlichen

Im Fokus dieses Projekts stehen vor allem die Förderung der Kinder und die Stärkung ihrer Rechte. Es geht darum, dass die geförderten Kinder mit ihren neu erlernten Fähigkeiten und Kenntnissen die nächste Generation positiv beeinflussen.

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Die Rechte der Frauen und Mädchen stärken

Stärkung und Emanzipation von Frauen und Mädchen sind in den Projekten der ANDHERI HILFE seit langem ein wichtiges Thema, bei dem wir bislang viel erreichen konnten. Denken wir an die Schaffung einer eigenen Gewerkschaft für Hausangestellte in Chennai oder die Rettung tausender weiblicher Babys vor der Mädchentötung. In vielen Dörfern, in denen die Mädchentötung früher gang und gäbe war, ist diese Praxis heute beendet.

 

Entwicklung ist weiblich!

Diesen Titel nutzte der bekannte Journalist Franz Alt vor vielen Jahren für eine seiner Reportagen über Projekte der ANDHERI HILFE. Er zeigte sehr anschaulich, wie indische Frauen starke Trägerinnen von Entwicklung sind.

Bhabani Nayak ist eine der Trägerinnen von Entwicklung. Sie ist eine hervorragende Führungskraft geworden, die herausragende nachhaltige wirtschaftliche und soziale Entwicklungen befördert.

Bhabani erzählt:

"Gleich drei Mädchen in unserem kleinen Dorf Nipinda, irgendwo weit abgelegen im indischen Bundesstaat Odisha, ‚probten den Aufstand'! Undenkbar, dass sich junge Mädchen gegen die Eltern stellen, wenn diese ihre Hochzeit arrangieren! Doch unter dem von WORD und ANDHERI HILFE geförderten Projekt hatte ich fünf Frauengruppen mit 54 Mitgliedern gegründet. Wir hatten in unserer Gemeinschaft an Stärke gewonnen und ich selbst hatte nie geahnte Führungstalente entwickelt. Viele Verbesserungen haben wir schon erreicht, von Gemüsegärten bis zu Pumpen für Trinkwasserbrunnen - von der Regierung mobilisiert. Gegen soziale Missstände zu kämpfen ist schwieriger. Zum Beispiel gegen die gar nicht unübliche Kinderheirat. Diese drei Mädchen waren die ersten, die den Mut fanden, laut und deutlich zu sagen: ‚Nein, wir lassen uns nicht verheiraten!' In unseren Gruppen hatten wir schon oft über das Thema gesprochen. Wir brauchten keine Schulung um zu wissen, wie schwer eine viel zu frühe Heirat - und damit meist auch eine viel zu frühe Schwangerschaft - für ein junges Mädchen ist. Ich sprach mit den Müttern, mit den Familien, einmal, vielmals. Und schließlich stimmten sie zu, den Mädchen Zeit zu lassen sich zu entwickeln, ihre Talente zu entfalten und dann mitzuentscheiden über ihre Zukunft. Auf diesen Erfolg bin ich am meisten stolz!"

Ihre Ansprechpartnerin

Elvira Greiner
Erste Vorsitzende der ANDHERI HILFE

Kontakt

E-Mail

Telefon: 0228 / 926 525 33

Sie können sicher sein: Ihre Spenden für Mädchen und Frauen in Indien und Bangladesch kommen an!