ANDHERI HILFE

4.400 Kilometer mit dem Rad zum Nordkap

Ultratriathlet Torsten Kühn-Schad fährt „unsupported“ zugunsten der ANDHERI HILFE

Unter dem Motto „Mein Weg zum Nordkap – für einen Schulweg der Kinder“ bricht der Ultratriathlet und Extremsportler Torsten Kühn-Schad am Samstag, 24. Juli 2021, zum Northcape4000 auf: ein „NonStop unsupported Radrennen“ über 4.400 km vom Gardasee bis ans Nordkap – zugunsten eines Hilfsprojekts der ANDHERI HILFE.


Nach mehreren erfolgreichen Teilnahmen an Ultratriathlons über vielfache Langdistanzen – unter anderem ein zehnfacher Triathlon 2017 in der Schweiz -, diversen Langstreckenläufen und der Besteigung des Kilimanjaro geht es diesmal mit dem Rad ohne fremde Unterstützung von Rovereto am Gardasee ans Nordkap nach Norwegen. Die Route führt unter anderem über Slowenien, die Slowakei und das Baltikum, weiter über Finnland bis zum nördlichsten Festlandpunkt Europas. Idee des Rennens: Die Strecke steht fest und darf nicht verlassen werden, es gibt keine festen Etappen. Jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer teilt sich das Rennen selbst ein, sorgt für die Verpflegung, muss mit technischen Defekten klar kommen und nimmt das Nötigste am Rad als Gepäck mit. Unterwegs werden vier Kontrollstellen in Ungarn, Polen, Litauen und Finnland angefahren.


Ein wichtiger Grund für den Ingelheimer neben der sportlichen Herausforderung und der Abenteuerlust: Spenden sammeln für die ANDHERI HILFE. Der größten zivilgesellschaftlichen Organisation in Deutschland, die sich seit über 50 Jahren für die nachhaltige Förderung von unterprivilegierten und armen Menschen in Indien und Bangladesch mit dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ engagiert, ist Kühn-Schad schon Jahre verbunden. 2017 sammelte er Spenden im Rahmen seiner Teilnahme an der zehnfachen Langdistanz in Buchs in der Schweiz. Damals kamen gut 12.000 Euro für die Behandlung erblindeter Menschen zusammen.


Sein Spendenprojekt: Schule statt Kinderarbeit

In diesem Jahr möchte Kühn-Schad Spenden für eine Projektregion sammeln, in der das Virus mit besonders großer Brutalität zugeschlagen hat. „Die Menschen im Bundesstaat Tamil Nadu, dem Bundesstaat mit den viertmeisten bestätigen Covid-19-Fällen, leben seit knapp eineinhalb Jahren immer wieder im Lockdown, was weitreichende Folgen für die Menschen, vor allem für die Ärmsten, hat“, beschreibt Anna Lisa Schauff, Referentin für Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit bei der ANDHERI HILFE die Situation. „Bedingt durch die Pandemie und den Lockdown ist es den Kindern seit Monaten nicht mehr möglich in die Schule zu gehen. Unsere Befürchtung ist, dass viele dieser Kinder nie wieder dorthin zurückkehren werden.“ Stattdessen werden sie verheiratet oder rutschen in die Kinderarbeit. „Um dies zu verhindern, fördern wir kleinere Unterrichtseinheiten, die morgens und abends von Jugendlichen und älteren Schüler_innen organisiert werden“, so Schauff.


15.993 EUR hat ANDHERI HILFE ihrer langjährigen Partnerorganisation HELP in der aktuellen Corona-Krise zugesagt. Torsten Kühn-Schad möchte mit seiner Teilnahme am Northcape4000 ermöglichen, die komplette Summe oder zumindest einen großen Teil des Hilfsprojekts zu stemmen. Als Rechenbeispiel führt er auf: „Schon mit gut 4.000 Euro können 10 Monate lang Unterrichtseinheiten morgens und abends in gut 25 Lernzentren sichergestellt werden.“ Sein Ziel ist es, nach etwa 17 Tagen am Nordmeer zu sein. Damit müsste er etwa 270 Kilometer pro Tag absolvieren. Seit eineinhalb Jahren bereitet sich Kühn-Schad auf das Projekt vor, hat knapp 20.000 Kilometer trainiert und sich zuletzt auch so weit wie möglich authentischen Situationen für die Tour konfrontiert.


Wie kann ich spenden?
Und so können Unterstützer_innen spenden: Potenzielle Spenderinnen und Spender bieten vor dem Start einen bestimmten Centbetrag pro Kilometer an und „setzen“ damit darauf, wie viele Kilometer Kühn-Schad schafft. Mit jedem Kilometer mehr erhöht sich damit die Spendensumme. Der Ingelheimer: „Das motiviert auch mich in Krisensituationen. Je weiter ich komme, umso mehr Geld kommt zusammen.“


Vorgehen: Nach Abschluss des Rennens setzt sich Kühn-Schad per E-Mail mit den Spendern in Verbindung und teilt den finalen Spendenbetrag mit.


Kontakt: Spendenangebote (=Centbetrag pro Kilometer) können per Mail einfach gerichtet werden an kuehn-schad@freenet.de oder über das Spendenformular auf der Homepage www.ultriathlet.com.
Per LiveMap kann die Position aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer während des Rennens verfolgt werden auf www.northcape4000.com.

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Torsten Kühn-Schad fährt mit dem Rad zum Nordkap und verbinden dies mit einer Spendenaktion für die Schulbildung indischer Kinder, die mit den Folgen der Corona-Krise zu kämpfen haben.