ANDHERI HILFE

Wir möchten 288 jungen Frauen und Männern in Bangladesch eine Ausbildung ermöglichen

Liebe Freundinnen und Freunde der ANDHERI HILFE,

ich sehe sie immer noch vor mir, die ernsten, ängstlichen Gesichter der jungen Männer, die in Dhaka
mit mir in den Flieger nach Dubai stiegen: alle in neuen „Blaumännern“ mit irgendeinem Firmenlogo.
Dieser „Blaumann“ wird sie auf unbestimmte Zeit begleiten, während sich ihr Leben zwischen harter
Arbeit in brütender Hitze und den Schlafbaracken abspielt, die sie mit tausenden Anderen teilen
werden. Nein, es ist nicht die Abenteuerlust, die sie auf diese Reise treibt. Es ist die Ausweglosigkeit.

Ihre Familien sind arm, sie selbst ohne Ausbildung, ohne Arbeit. Da ist dieser Job die letzte
Hoffnung. Ihr Lohn wird die ganze Familie über Wasser halten. Aber zu welchem Preis? Ich denke an meinen Besuch in den Dörfern in Bangladesch, an die jungen Leute in unseren „Mobilen Ausbildungsstätten“: sie alle kommen aus armen Familien, mit nur wenig Bildung, noch weniger Zukunftsperspektiven. Was sie hier in sechs Monaten lernen, verändert ihr ganzes Leben.

Asish ist einer von ihnen. Seit einigen Monaten hat er seine Ausbildung als Mechaniker erfolgreich
abgeschlossen. Er habe sich selbstständig gemacht, erzählt er stolz. Ob er mir seine Werkstatt zeigen
möchte, frage ich ihn. Da klopft er mit der einen Hand lachend auf seine robuste Arbeitstasche, in
der er alle notwendigen Werkzeuge hat, in der anderen Hand hält er sein Handy hoch. „Das ist meine
Werkstatt! Ich bin immer ganz schnell da, wo die Leute mich brauchen, ganz gleich, ob ein altes Motorrad liegen geblieben ist oder eine Bewässerungspumpe den Geist aufgegeben hat. Das schätzt meine Kundschaft. Ich verdiene genug für meine ganze Familie!

Auch Chamba (17) ist der Schritt in die Selbstständigkeit gelungen. Sie konnte nur bis zur achten Klasse in die Schule gehen, weil ihr Vater als Tagelöhner die weitere Schulbildung nicht zahlen konnte. Chamba hatte Glück und konnte im vergangenen Jahr eine Ausbildung als Näherin in einem unserer mobilen Ausbildungszentren erfolgreich abschließen. Mit finanzieller Starthilfe kaufte sie sich eine Nähmaschine und arbeitete zunächst von zu Hause aus, verdiente ihr erstes Geld mit dem Verkauf ihrer selbstgenähten Kleidung. Nach und nach verbesserten sich ihre Fähigkeiten. Mittlerweile hat sie einen festen Kundenstamm, verdient ein regelmäßiges Einkommen und ist Vorbild für viele andere junge Menschen in ihrem Dorf. Sie plant, bald ihren eigenen Kleidungsshop zu eröffnen.

Wie dankbar bin ich zu wissen, dass wir zu solchen Erfolgen beitragen können! Gerade in der jetzigen
Zeit, in der die Auswirkungen des Klimawandels in Bangladesch immer stärker spürbar werden.

Für dieses Jahr haben wir uns zum Ziel gesetzt, 288 jungen Frauen und Männern eine
Ausbildungschance in ihren Dörfern zu geben
– damit sie nicht in einen Flieger nach Dubai
steigen müssen. Von Herzen bitten wir Sie: Helfen Sie mit, Jugendlichen DAS Geschenk für
ihr ganzes weiteres Leben zu machen
, denn egal was kommen wird, selbst wenn der Klimawandel
ihre Hütte oder gar ihre ganze Insel zerstört: Ihre Kenntnisse werden sie mitnehmen!

Mit dankbaren Grüßen

 

Elvira Greiner

(1. Vorsitzende)

     


520 Euro kostet eine sechsmonatige Berufsausbildung für eine junge Frau oder
einen jungen Mann.

Nur 87 Euro reichen aus, um die Ausbildung einen Monat lang zu finanzieren.

 

Zu unserem Projekt "Bildung und Ausbildung in Bangladesch"

Hintergrundinformationen zur Lage in Bangladesch und zu unserem Ausbildungsprojekt (pdf)

 

 

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Karte von Bangladesch
FRau steht in überflutetem Dorf in Bangladesch
In Bangladesch ist der Klimawandel zu spüren: Überflutungen und Dürreperioden setzen dem Land und den Menschen stark zu.
2 junge Frauen an der Nähmaschine (Bangladesch)
Zwei junge Frauen erhalten eine professionelle Berufsausbildung.