Am Freitag, 5. Juni 2026, veranstaltet die Bodelschwinghschule BonnFriesdorf einen Spendenlauf zugunsten der ANDHERI HILFE. Die 305 Kinder der Grundschule erlaufen Spendengelder für Familien im nordindischen Bundesstaat Bihar, den sogenannten "Musahar".
Die Musahar gehören zu den Ärmsten der Armen. Sie werden „Rattenesser" genannt - ein Ausdruck tiefer gesellschaftlicher Verachtung, der aus einer Zeit stammt, in der sie tatsächlich Ratten jagen mussten, um zu überleben. Heute hat sich ihre Situation kaum verbessert. Sie besitzen kein Land und haben nicht einmal Ausweisdokumente. Sie sind „unsichtbar" und erhalten keine Sozialleistungen, keine Gesundheitsversorgung, keine Unterstützung.
Der Solidarität freien Lauf lassen
Am 5. Juni 2026 verwandelt sich der Friesdorfer Sportplatz dann in ein Laufrevier. Jede Runde zählt, jeder erlaufene Euro kommt den Familien in den ANDHERI-Projekten zugute. ,,Unsere Schülerinnen und Schüler erweitern ihre Sicht auf die Welt und lernen, dass wir mit unseren Handlungen etwas für Menschen in 6.000 Kilometern Entfernung tun können", unterstreicht Stefanie Torno, stellvertretende Schulleiterin, das Engagement der Schulgemeinschaft.
Ernährung verbessern mit Gemüsegärten und Ziegenzucht
Zur Vorbereitung auf den Zweck des Spendenlaufs haben Vorstandsmitglied Cornelia Hansen und Referent für Unternehmenskooperationen Ulrich Hanfeid von ANDHERI HILFE die Schulklassen der Bodelschwingh-Schule besucht. "Wir zeigen den Schülerinnen und Schülern, wie sich das Leben in Indien und Deutschland unterscheidet und mit welch einfachen Mitteln große Wirkung für die Dorfgemeinschaften erzielt werden kann - und wie sich das Leben der Menschen in Indien durch den Einsatz von Grundschülerinnen und Grundschülern in Deutschland zum Positiven verändert", beschreibt Vorstandsmitglied Cornelia Hansen die Inhalte der Schulbesuche. Die Projekte der ANDHERI HILFE geben den Familien eine Starthilfe, sodass die Eltern genug verdienen und ihre Kinder in die Schule gehen dürfen statt zur Arbeit zu müssen. So erlernen die Familien beispielsweise ökologische Landwirtschaft oder beginnen eine Ziegenzucht, um eigenes Einkommen zu erwirtschaften.















