Seit 1959 sind wir unterwegs gemeinsam für mehr Menschlichkeit: für die Kinder im St. Catherine’s Home, zur Förderung von Familien, für die Heilung blinder Menschen, für die Stärkung der Rechte von Mädchen und Frauen, zur Bewahrung der natürlichen Ressourcen und zum Schutz des Klimas.

 
Die ersten Jahre

1959 Rosi Gollmann hört erstmals vom Schicksal der Findelkinder im St. Catherine’s Home in Andheri, einem Vorort von Mumbai (Indien). Die deutsche Illustrierte Stern berichtet über die Not dieser Heimkinder. Ihre Schicksale sind erschütternd. Religionslehrerin Rosi Gollmann wird durch eine ihrer Kölner Berufsschülerinnen auf den Artikel aufmerksam. Wir blicken zurück auf die bewegte Geschichte:

1960 Rosi Gollmann nimmt Kontakt zur Heimleiterin, der Ordensschwester Anna Huberta Roggendorf, auf und schickt im November 1960 mit ihren Schülerinnen die ersten Päckchen nach Indien für die 400 Heimkinder.

1962 Erstmals reist Rosi Gollmann (mit dem Schiff) nach Indien und besucht die Kinder im Waisenhaus. 

Vereinsgründung und erste HILFE ZUR SELBSTHILFE

1967 Am 5. Mai gründet Rosi Gollmann mit 15 der ersten Helferinnen und Helfern den Verein „ANDHERI HILFE e.V.“.  In den Folgejahren steht die besondere Förderung der Heimkinder von Andheri und der Sozialstationen der „Mary‘s“ im Vordergrund. Die Organisation entwickelt sich in den nächsten Jahrzehnten von einer privaten Hilfsinitiative zu einer professionellen Organisation der Entwicklungszusammenarbeit. 

1971 Die Arbeitsmöglichkeiten der jungen ANDHERI HILFE sind beschränkt. Darum entsteht ein eigenes ANDHERI-Haus in der Bonner Mackestraße. Für den Bau werden keine Projektgelder eingesetzt. Die gesamten Kosten übernehmen die ANDHERI-Freunde. 

1973 Immer mehr Bitten um Hilfe aus indischen Kinderheimen erreichen die ANDHERI HILFE. Die meisten Heimkinder wurden von ihren Eltern aus Armut den Heimen übergeben oder sogar in größter Not ausgesetzt. So wächst bei der ANDHERI HILFE die Erkenntnis, besser die Ursachen als nur die Symptome anzugehen: Erste Familien- und Dorfprojekte werden gestartet

 

Blindenheilung in Bangladesch

1974 Nach einem beeindruckenden Besuch Rosi Gollmanns in Bangladesch startet die ANDHERI HILFE die Aktion „Blindenheilung Bangladesch“. Mehr als eine Million Menschen sind in diesem jungen Staat – einem der ärmsten der Welt – am Grauen Star erkrankt. Es fehlen Ärzte und Operationsgeräte und Medikamente, vor allem im ländlichen Raum.

1978 In Tamil Nadu, im Süden Indiens, fördert die ANDHERI HILFE außerdem zunächst ein Hospital für an Lepra erkrankte Kinder. Es folgen Projekte zur medizinischen Lepra-Behandlung und zum Aufbau ganzer menschenwürdiger Siedlungen im Bundesstaat Orissa, damit diese „Ausgesetzten“ nicht mehr in unwürdigen Hütten dahinvegetieren müssen.

1981 Erstmals erhält die ANDHERI HILFE Fördermittel des BMZ für ein breit angelegtes Programm zum Kampf gegen die Blindheit in Bangladesch.

indische Frau in orangenem Sari lacht

Zu den Jahresberichten

indische Frau in orangenem Sari lächelt

ANDHERI HILFE unter der Lupe: In unseren Jahresberichten legen wir Rechenschaft ab. Hier finden Sie alle aktuellen Berichte zu unserer Arbeit in Indien, Nepal und Bangladesch.

Indische Früchte in einer Hand

Regelmäßig spenden trägt Früchte

Kleine Früchte in einer offenen Hand

Ihre regelmäßigen Spenden schaffen langfristige Perspektiven für Mensch und Natur

Hier können Sie schnell und sicher Ihre dauerhafte Spende anlegen.

indische Frauen lachen

Magazin der ANDHERI HILFE

3 indische Frauen lachen

Das punkt.um ist das Magazin für unsere Spenderinnen und Spender: Hier lesen Sie, was mit Ihren Spenden in Indien, Bangladesch und Nepal geschieht.

Jubiläum und DZI Spendensiegel

1986 Die Diskriminierung von Frauen in Indien führt zur Steigerung der Frauenprojekte. Frauen erweisen sich als besonders fähige Trägerinnen der Entwicklung und des Fortschritts in Familie, Dorf und Land.

1992 ANDHERI HILFE wird in diesem Jahr 25 und die Zahl der Spenderinnen und Spender und damit der Spenden ist kontinuierlich gewachsen (auf insgesamt 100 Millionen DM in 25 Jahren), ebenso die Zahl der geförderten Projekte.

1994 Der ANDHERI HILFE wird auf ihren Antrag hin erstmals das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) als Zeichen geprüfter Seriosität und Glaubwürdigkeit verliehen (seitdem ununterbrochen erneuert).   

 
Generationenwechsel

1995 Dem verantwortungsvollen Umgang mit den natürlichen Ressourcen wird in der Projektarbeit immer mehr Bedeutung beigemessen. Die Arbeit erreicht zunehmend Siedlungsgebiete der Adivasi, der indigenen Bevölkerung. 

2001 Die Gründerin Rosi Gollmann übergibt den Vereinsvorsitz an die langjährige Mitarbeiterin der ANDHERI HILFE Elvira Greiner. Sie selbst bleibt als Ehrenvorsitzende und Vorstandsmitglied weiter aktiv.

2002 Rosi Gollmann gründet mit sechs Mitverantwortlichen die Rosi-Gollmann-Andheri-Stiftung als „Stiftung der Freunde und Förderer der ANDHERI HILFE“, mit dem Ziel der Finanzierung ausgewählter ANDHERI-Projekte.
 

Zwei sehr prägende Jahre

2003 - die einmillionste Augen-Operation

In Bangladesch findet unter großer Beteiligung der Öffentlichkeit die einmillionste Augen-Operation statt. „Millionärin“ ist die vierzehnjährige Hasna. Inzwischen (Stand 2026) konnten durch unsere Aktion „Augenlicht retten in Bangladesch" mehr als 1,4 Millionen Operationen durchgeführt werden und unzählige weitere Augenuntersuchungen und -behandlungen erfolgen. „Augenlicht retten in Bangladesch“ ist und bleibt eine der wichtigsten Aufgaben für die ANDHERI-Freunde.

2004 - der Tod bringende Tsunami

Durch den Tsunami im Indischen Ozean am 26. Dezember sterben mehr als 230.000 Menschen, darunter 16.000 an der südindischen Küste. Hunderttausende verlieren ihre Lebensgrundlage. Die einzigartige Hilfsbereitschaft deutscher Freunde ermöglicht es der ANDHERI HILFE, betroffenen Familien in unseren Projekten bei der Verarbeitung des Traumas und beim Wiederaufbau ihrer Lebensgrundlage zu helfen.

Konkret wurden neben psychologischer Betreuung unter anderem Einkommensprojekte, neue Boote und Häuser für die vor dem Nichts stehenden Überlebenden finanziert.

Keine Kinder mehr in den Steinbrüchen!

2010 Das Gebäude der Geschäftsstelle in Bonn wird komplett saniert, erweitert und auf erneuerbare Energien umgestellt, denn die ANDHERI HILFE soll zukunftsfähig werden. Freundinnen und Freunde sowie Spenderinnen und Spender haben wieder „mitgebaut“ durch großzügige Sonderspenden.

2012 Unvergesslich ist Elvira Greiner der Besuch in den Steinbrüchen nahe Chennai in Südindien Anfang 2012: Hier hatten wir viele Jahre gearbeitet, um Tausende von Kindern, die teils schon mit fünf oder sechs Jahren Steine klopfen mussten, zu befreien. Während sehr schnell die Kleinkinder in einfachen Kindergärten betreut wurden, erhielten die Kinder im Schulalter – zunächst neben der Arbeit – einige Stunden am Tag Unterricht.

2016 Allein in diesem Jahr erreicht die ANDHERI HILFE in mehr als 7.000 Dörfern und Slums mehr als 700.000 Menschen, gibt ihnen notwendige Starthilfe zur Selbsthilfe.

 
Corona bringt viel Leid nach Indien und Bangladesch

2017 Wir feiern unser 50-jähriges Jubiläum mit der Kampagne „Dein Punkt gegen Armut und Unterdrückung“. Neben vielen Aktivitäten und einer Jubiläumskampagne wurde der Internetauftritt der ANDHERI HILFE erneuert. Rosi Gollmann wird in Schweden der „World Children‘s Prize“ (Welt-Kinderpreis) durch Königin Silvia von Schweden verliehen.

2020 Dieses Jahr wird wohl den meisten Menschen weltweit als das "Corona-Jahr" in Erinnerung bleiben. Auch Indien und Bangladesch waren sehr schnell in der Krise. Millionen Menschen durften ihre Häuser nur im Notfall verlassen. Unzählige Menschen konnten nicht arbeiten und hatten damit keinerlei Einkünfte. Die schon vor der Corona-Pandemie armen Menschen hatten wenig Möglichkeiten, um die Schutzmaßnahmen einzuhalten. Unsere Projektpartner vor Ort halfen den Menschen schnell und unbürokratisch. Wir haben in dieser Zeit sehr zügig weitere Hilfsgelder zugesagt, um Nothilfe leisten zu können. Dies wurde allein möglich durch die ungeheure Solidarität von unseren Spenderinnen und Spendern.

2022 Wir feiern 55 Jahre ANDHERI HILFE: In diesen 55 Jahren stand immer der Mensch in Not im Mittelpunkt unserer Projekte.

Zur Broschüre 55 JAHRE ANDHERI HILFE
Neues Projektland Nepal

2023 Am 20. Oktober 2023 ist Maryann Gollmann gestorben. Die indische Adoptivtochter Rosi Gollmanns lebte seit 1971 in Bonn und wurde 1983 von Rosi Gollmann adoptiert. Maryann war für viele Jahre Teil des ANDHERI-Teams und arbeitete zuletzt ehrenamtlich für die ROSI-GOLLMANN-ANDHERI-STIFTUNG.

2024 Armut und Mangelernährung sind in Nepal weit verbreitet. Besonders die Kinder und Frauen leiden unter der Situation, viele Babys sterben schon in den ersten Wochen ihres Lebens. Es gibt eine Zahl, die uns erschreckt hat: 31,5% der Kinder in Nepal sollen chronisch mangelernährt sein. Die ANDHERI HILFE ist seit September 2024 erstmals mit einem Projekt in der südnepalesischen Provinz Lumbini aktiv.

Ihre Ansprechpartnerin

Cornelia Hansen

Vorstandsmitglied

Kontakt


Telefon: 0228 / 926 525 29