Im ländlichen Indien sind patriarchalische und diskriminierende Strukturen allgegenwärtig, was das Zusammenleben der Gemeinschaften erschwert. Insbesondere die Adivasi, die im Einklang mit der Natur leben, geraten oft in den Hintergrund. In fünf Dörfern im Simdega Distrikt von Jharkhand leben rund 1.100 Haushalte, in denen nur knapp die Hälfte lesen und schreiben kann. Dies verschärfte sich durch die Schulausfälle während der Covid-19-Pandemie, wodurch das Vertrauen in Bildung weiter schwinde. Die Menschen in dieser Region sind hauptsächlich auf die Landwirtschaft angewiesen, die durch Klimaveränderungen und fehlendes Wissen bedroht ist.

Nach Aufnahme der Arbeit unserer Partnerorganisation LEAD in den Dörfern, war es zunächst entscheidend, Vertrauen bei den Menschen vor Ort aufzubauen. Die positive Resonanz aus der Bevölkerung zeigt, dass viele bereit sind, ihre Lebenssituation zu verbessern. Es wurden regelmäßige Treffen organisiert, um über Rechte und wichtige Themen wie Wasserversorgung, Gesundheit und Bildung zu informieren.

Bildung als Schlüssel zur Veränderung

Jetzt sollen neun bestehende Schulen zu Modellzentren ausgebaut werden. Renovierungen, neue sanitäre Anlagen und Schulungen für Lehrkräfte stehen auf dem Plan. So wird eine inklusive Bildung angestrebt – unabhängig von sozialer Herkunft. Über drei Viertel der 871 Schulkinder erhalten zudem regelmäßige Ernährungshilfe durch kostenlose Mittagessen. Technische Schulungen und die Einrichtung von Schulgärten fördern das praktische Lernen. Gemeinschaftsaktivitäten involvieren auch Eltern und Lehrkräfte, um eine starke Basis für eine erfolgreiche Zukunft zu schaffen.

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32 Euro für einen Gemüsegarten

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Mit Ihrer Spende in Höhe von 32 Euro kann ein Gemüsegarten finanziert werden, in dem saisonales Gemüse und Obst geerntet werden kann. 

Spenden Sie einer oder mehreren Familien einen Gemüsegarten? 

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Regelmäßig spenden trägt dauerhaft Früchte

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Regelmäßige Spenden schaffen langfristige Perspektiven durch "Hilfe zur Selbsthilfe"

Hier können Sie schnell und sicher Ihre dauerhafte Spende anlegen.

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Mit 375 Euro Lehrpersonal fortbilden

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Die Kosten für die umfangreiche Lehrpersonal-Fortbildung einer Schule betragen 375 Euro.

Hier können Sie schnell und sicher einmalig oder dauerhaft spenden.

Poonam* lebt mit ihrem Mann, zwei Töchtern und zwei Söhnen im Dorf Hesadih. Früher lebte die Familie vom Verkauf von Feuerholz. Auf ihrem kleinen Stück Land haben sie bislang kaum etwas angebaut, weil dazu die nötigen Kenntnisse fehlten. Nachdem Poonam und ihr Mann an intensiven Schulungen zu ökologischer und biologischer Landwirtschaft und Viehzucht teilnahmen, erhielten Sie alle nötigen Unterstützungen für eine kleine Mango-Plantage mit 120 Setzlingenund betreiben seitdem auf ihrem Feld ökologischen Landbau. In ihrem Hinterhof bauen sie acht verschiedene Gemüsesorten und zwei bis drei saisonale Fruchtsorten an. Zudem können sie jetzt sogar mehrere Ziegen halten. 

Heute kann sich die Familie gesund von ihrem selbst angebauten Gemüse, Obst und Ziegenfleisch ernähren. Überschüsse wie Kartoffeln, Brinjal, Erbsen, Kohl und Blumenkohl und auch Ziegen können sie auf dem Markt verkaufen. Poonams Kinder können nun weiter die staatliche Mittelschule besuchen und auch später die High School. Sogar ein Sparkonto konnte die Familie für die Ausbildung und Zukunft der Kinder anlegen. Poonam gilt in ihrem Dorf heute als fortschrittliche Musterbäuerin. Oft wird sie von anderen Familien und Bauern auf ihrem Feld besucht und kann ihre erlernten landwirtschaftlichen Praktiken weitergeben.

Stärkung ökologischer Landwirtschaft

Auf 100 Hektar Brachland werden nachhaltige Mangoplantagen angelegt. Diese Bäume werden in 30 bis 40 Jahren Unterstützung bieten. Zwischen den Mangobäumen wird saisonales Gemüse wie Erbsen, Mais und Kartoffeln effizient angebaut. Durch Schulungen zur Kompostherstellung lernen die Bauern nachhaltige Praktiken, die ihre Selbstständigkeit fördern.

Unterstützen Sie unser Projekt!

Ihr Beitrag hilft direkt:

✔  Gemüsegärten für 5 Familien mit frischem Gemüse und Obst anlegen für 160 Euro.
✔  Die Lehrpersonal-Fortbildung für eine Schule kostet 375 Euro.

Gemeinsam können wir die Lebensbedingungen der Menschen nachhaltig verbessern. Jeder Euro zählt und trägt dazu bei, eine bessere Zukunft für Adivasi- und Dalitgemeinschaften zu schaffen.

Spenden Sie jetzt und helfen Sie mit!
 

FAQ zum Projekt „Bildung und ökologische Landwirtschaft“

Das Projekt unterstützt gezielt die am stärksten benachteiligten Dalit- und Adivasi-Gemeinschaften in einer Region im indischen Bundesstaat Jharkhand, an der Grenze zum Bundesstaat Odisha. Diese Grenzregion zwischen den beiden ostindischen Bundesstaaten hat eine schwache Infrastruktur. In der ländlichen Projektregion leben rund 1.100 Haushalte, in denen unter anderem aufgrund patriarchalischer Strukturen und extremer Armut nur knapp die Hälfte der Menschen lesen und schreiben kann.

Dalits und Adivasi sind stark benachteiligte Bevölkerungsgruppen in Indien, die von extremer Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen sind. Während Dalits, was auf Hindi „Unberührbare“ bedeutet, außerhalb des traditionellen Kastensystems stehen und gesellschaftliche Diskriminierung erfahren, bilden die Adivasi die indigene Urbevölkerung Indiens, deren Lebensgrundlagen und Lebensraum oft massiv bedroht sind.

Die Verbesserung geschieht durch den Ausbau von neun bestehenden Schulen sowie durch umfangreiche Fortbildungen für das Lehrpersonal, um sie für den Umgang und die Didaktik mit Kindern aus sehr armen und bildungsschwachen Familien zu schulen. Zudem erhalten über drei Viertel der insgesamt 871 Schulkinder ein kostenloses, nahrhaftes Mittagessen, und es werden neue sanitäre Anlagen errichtet. Diese sind zu Hause bei den Kindern oft nicht vorhanden.

Die Dorfgemeinschaften legen mit den Projektmitarbeitenden unserer Partnerorganisation nachhaltige Mango-Plantagen auf 100 Hektar Brachland an und werden dabei geschult, Kompost anzulegen und zu verwerten. Außerdem lernen sie Nutztiere mit nachhaltigen Methoden zu halten, beispielsweise indem Ziegenställe aus lokalem Baumaterial wie Bambus errichtet werden. Neben den neu gepflanzten Mangobäumen bauen die Familien auf ihren Feldern ökologisch saisonales Gemüse wie Kartoffeln, Erbsen und Mais an, um sich gesund zu ernähren und Überschüsse auf dem Markt zu verkaufen.

Die gezielte Anlage eines eigenen Gemüsegartens für eine Familie kostet 32 Euro, während die umfangreiche Fortbildung des gesamten Lehrpersonals für eine Schule mit 375 Euro finanziert werden kann. Mit einer Spende von 160 Euro können beispielsweise die Gemüsegärten für fünf Familien auf einmal finanziert werden.

Janine Langer

Projektreferentin

Kontakt


Telefon: 0228 / 926 525 34