In vielen ländlichen Regionen Indiens ist die Nutzung von Feuerholz für das Kochen weit verbreitet. Durchschnittlich benötigt eine Familie täglich bis zu 6 kg Holz – eine enorme Menge, die mit den begrenzten Waldressourcen immer schwieriger zu decken ist. Diese Holzernte belastet nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit der Menschen, vor allem der Frauen und Kinder, die täglich bis zu sieben Stunden dem gefährlichen Rauch ausgesetzt sind. Der Einsatz von Holz, Ernteabfällen und Kuhdung für das Kochen führt zu einer hohen Belastung durch Kohlenmonoxid und Feinstaub – jährlich sterben weltweit rund 4 Millionen Menschen an den Folgen unsauberer Innenraumluft.
 

Was wäre, wenn der Müll und der Dung, der ohnehin auf den Höfen der Bauern liegt, in nützliche Energie umgewandelt werden könnte? Diese einfache, aber wirkungsvolle Idee steckt hinter unserem Projekt: Biogasanlagen, die aus Kuhdung, organischen Abfällen und menschlichen Exkrementen Energie in Form von Biogas erzeugen. Mit dieser Technologie können wir die Lebensqualität von Familien enorm verbessern – sowohl in ökologischer als auch in gesundheitlicher Hinsicht.

Toiletten für Würde und Gesundheit

Ein weiteres großes Problem in der Region ist der Mangel an sanitären Einrichtungen. In vielen Dörfern gibt es keinen Zugang zu Toiletten, und Frauen müssen oft nachts in aller Heimlichkeit auf den Feldern oder an abgelegenen Orten ihre Notdurft verrichten. Dies gefährdet nicht nur die Gesundheit, sondern setzt die Frauen auch der Gefahr von Übergriffen aus. Die fehlende Hygiene und der Kontakt mit Fäkalien verstärken die Verbreitung von Krankheiten.
 

Biogas und Toiletten im Paket

Unsere Lösung adressiert beide Probleme gleichzeitig: Der Bau von Biogasanlagen, die gleichzeitig eine hygienische Toilette bieten. Dank der Biogasproduktion aus Tierdung und organischen Abfällen können die Familien auf Feuerholz verzichten und sicher sowie effizient kochen. Gleichzeitig erhalten sie Zugang zu einer sauberen Toilette, die ihre Lebensqualität erheblich verbessert. Diese beiden Elemente – saubere Energie und sanitäre Einrichtungen – tragen nicht nur zu einer besseren Gesundheit bei, sondern reduzieren auch die Umweltbelastung.
 

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122 Euro für eine Biogasanlage mit Toilette

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Mit Ihrer Spende in Höhe von 122 Euro können wir eine Biogasanlage mit Toilettenhäuschen finanzieren. Den Rest des Kaufpreises übernehmen das Projekt vor Ort und das BMZ.

Spenden Sie einer oder mehreren Familien eine Zukunft mit sauberer Energie? 

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Regelmäßig spenden

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Regelmäßige Spenden schaffen langfristige Perspektiven durch "Hilfe zur Selbsthilfe"

Hier können Sie schnell und sicher Ihre dauerhafte Spende anlegen.

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Toiletten für mehr Gesundheit

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Toilettenhäuschen sind Teil der Biogasanlagen. Sie sorgen für mehr Hygiene und Sicherheit, besonders bei den Frauen und Kindern.

Hier können Sie schnell und sicher einmalig oder dauerhaft spenden.

Der indische Bauer Honnappa* lebt mit seiner Frau, fünf Kindern und den Eltern in einem kleinen Lehmhaus. Vor drei Jahren erhielt seine Familie im Rahmen unseres Projekts eine Biogasanlage und eine angeschlossene Toilette. Die Umstellung auf Biogas hat den Alltag der Familie grundlegend verändert: Früher musste Honnappas Frau jeden Tag mehrere Stunden mit Feuerholz sammeln und kochen verbringen. Heute ist das Kochen dank des Biogases viel schneller und sicherer. "Früher sind wir oft krank geworden durch den Rauch. Jetzt ist es viel besser – wir atmen keine giftigen Dämpfe mehr ein", sagt sie. Auch die eigene Toilette hat ihr Leben erleichtert. "In meinen ersten Schwangerschaften gab es keine Toilette. Ich musste nachts auf den Feldern gehen: Das war gefährlich und unangenehm."

Mehr Zeit für Bildung

Auch Honnappas Tochter Kirthi*, die zwölf Jahre alt ist, hat von der Biogasanlage profitiert. "Früher musste ich stundenlang den Rauch ertragen und das Feuer am Laufen halten. Jetzt habe ich viel mehr Zeit für die Schule. Meine Noten sind besser geworden", erzählt sie. Für die Kinder bedeutet der Zugang zu sauberer Luft und einer Toilette nicht nur eine bessere Gesundheit, sondern auch eine größere Chance auf eine bessere Zukunft.

122 Euro* für eine Biogasanlage


Mit Ihrer Spende können wir noch mehr Familien wie Honnappas helfen. Der Bau einer Biogasanlage mit einer hygienischen Toilette kostet insgesamt 760 Euro. 68 Euro werden vor Ort durch Partner und Gemeinden getragen, 570 Euro übernimmt das BMZ. Damit benötigen wir noch eine Spende in Höhe von 122 Euro* für die gesamte Finanzierung. Diese Summe trägt dazu bei, diese lebensverändernde Unterstützung zu ermöglichen.

Wie viele Biogasanlagen?


Das derzeitige Projekt läuft in den Bundesstaaten Karnataka und Maharashtra bis Ende 2027. Insgesamt sollen 1.755 Biogasanlagen mit Toilettenhäuschen für eine bessere Gesundheit der Menschen sorgen

Die positiven Auswirkungen auf Klima und Umwelt sind darüber hinaus gewaltig! 

Klimawandel braucht Anpassung

Mit Biogas, Solaranlagen und Ökolandbau

FAQ: Häufige Fragen zu Biogas und Toiletten

 

Bei einer Biogasanlage werden menschliche Ausscheidungen und organische Materialien, zum Beispiel Kuhdung, in einer luftdichten Anlage vergoren. Dabei entsteht Biogas, das zum Kochen verwendet werden kann. Die Toiletten sind direkt an die Biogasanlage angeschlossen. Die bei der Vergärung entstehenden Rückstände können anschließend als Dünger genutzt werden. So verbindet das Projekt bessere Sanitärversorgung mit einer sauberen und erneuerbaren Energiequelle.

Biogas ermöglicht Familien, beim Kochen weniger oder kein Feuerholz zu verwenden. Dadurch entstehen weniger Rauch und gesundheitsschädliche Schadstoffe in den Wohnräumen. Gleichzeitig wird der tägliche Aufwand für die Beschaffung von Brennholz reduziert. 

Die Verbindung von Toilette und Biogasanlage verbessert außerdem die hygienischen Bedingungen. Besonders Frauen und Mädchen profitieren, weil sie häufig für das Sammeln von Brennholz und Wasser verantwortlich sind.


Eine Biogasanlage mit angeschlossener Toilette kostet insgesamt rund 760 Euro.  Ein Teil der Kosten wird durch die beteiligten Projektpartner und weitere öffentliche Mittel getragen. 

Für eine Anlage müssen zusätzlich rund 122 Euro durch Spenden finanziert werden. Mit Ihrer Spende können Sie deshalb dazu beitragen, Familien den Zugang zu sauberer Energie und verbesserten sanitären Bedingungen zu ermöglichen.
 


Das Projekt wird in Indien in den Bundesstaaten Karnataka und Maharashtra umgesetzt. Gemeinsam mit lokalen Partnern unterstützt die ANDHERI HILFE dort Familien beim Bau und bei der Nutzung von Biogasanlagen mit Toiletten. 

Bis Ende 2027 sollen insgesamt 1.755 solcher Anlagen entstehen. Das Projekt verbindet damit Klimaschutz, erneuerbare Energien, bessere Hygiene und eine Verbesserung der Lebensbedingungen der beteiligten Familien.

Barbara von Hillebrandt-Jung

Projektreferentin

Kontakt


Telefon: 0228 / 926 525 32