Andheri Hilfe

Mit Bio-Anbau, Erosionsschutz und Biogas in die Zukunft!

Kleinbauern bauen sich eine neue Perspektive auf
Karnataka, Südindien

Die Kleinbauern im Dakshin Kannad-Distrikt, Südindien, können schon lange nicht mehr genug auf ihren Feldern anbauen, um ihre Familien zu ernähren. Unzählige Menschen leiden Hunger. Durch neue Wasserschutz- und Wassermanagement-Maßnahmen, sowie verbesserte (biologische) Anbaumethoden soll sich dies nun ändern.

Blumenkohl aus biologischem Anbau

Projektpartner

DISHA Trust, Dakshin Kannad-Distrikt

im südindischen Bundesstaat Karnataka

214 €

214 Euro werden für den Bau einer Kompostierungsanlage benötigt. Mit der so hergestellten, nährstoffreichen Erde kann biologisch gedüngt werden.

100 €

Kosten für die Instandsetzung eines Wasserreservoirs. So wird in Regenzeiten das Wasser für Trockenperioden aufgefangen.

Die Existenz der Kleinbauern ist bedroht

Die Hügellandschaften in den Ausläufern der West Ghats im südlichen Karnataka sind eine ökologisch sehr sensible Region. Durch zunehmende Entwaldung kann das Wasser während der heftigen Regenfälle des Monsuns nicht mehr aufgefangen werden, es fließt innerhalb kurzer Zeit in reißenden Bächen ungenutzt ab und spült den fruchtbaren Boden mit sich fort. Während der Monate der Trockenzeit breitet sich die Dürre immer stärker aus. Der Grundwasserspiegel sinkt immer weiter ab, die Bauern können immer weniger Feldfrüchte anbauen und sehen sich gezwungen chemische Düngemittel und Pestizide einzusetzen. Doch auch dies bringt nur kurzfristige Hilfe und schadet langfristig vielmehr. So ist Mangelernährung in den Dörfern die Folge, wo mittlerweile 40 % der Bevölkerung unter der Armutsgrenze lebt.

 

Perspektiven schaffen für 600 Kleinbauernfamilien

Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation DISHA arbeiten wir mit 600 Kleinbauernfamilien daran, ihre Lebensgrundlage unter diesen schwierigen Bedingungen zu sichern. Das Projekt befindet sich momentan in der Pilotphase. Die Projektmitarbeiter planen gemeinsam mit den Menschen vor Ort, wie sie die Situation in ihren Dörfern verbessern können.
Erste einfache Maßnahmen, die schnelle Erfolge sichtbar werden lassen, machen den Kleinbauern wieder neuen Mut. Sie schließen sich zusammen, um öffentliche Wasserreservoire, die stark verschlammt sind, wieder instand zu setzen. Sie gewinnen so wieder Zugang zu längst verloren geglaubten Wasserquellen. Auch bauen die Bauern mit Unterstützung unserer Partnerorganisation Kompostierungsanlagen zur Herstellung eines biologischen, qualitativ hochwertigen Düngers.

 

Ab Mitte 2017 Förderung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung(BMZ)

Die Hauptphase des Projektes ist ab Mitte 2017 mit anteiliger Unterstützung durch das BMZ geplant.
Es werden Erosionsschutzwälle und kleine Dämme angelegt, damit das Grundwasser wieder ansteigen kann und abgespülter Boden aufgefangen wird. Regenwasserauffanganlagen werden gebaut und bestehenden Brunnen repariert, um die Trinkwasserversorgung während der Trockenzeit zu verbessern.

 

Biogas spart Feuerholz und CO2

Biogas-Anlagen werden eingerichtet. Durch diese Anlagen sind die Familien, besonders die Frauen
und Mädchen, nicht mehr länger gezwungen jeden Tag Zeit aufzuwenden, um Holz zum Kochen zu sammeln. Die Abholzung der Wälder rund um die Dörfer wird so beträchtlich reduziert.
Die Herstellung von ökologischem Dünger und biologischen Pestiziden ist für die Kleinbauern besonders wichtig. Durch ihren Einsatz können sie auf ihren Feldern nachhaltig höhere Erträge erzielen. In der Vergangenheit sahen sie sich oft dazu gezwungen, Kredite beim Geldverleiher zu nehmen, um teure chemische Düngemittel und Pestizide zu kaufen. Die horrenden Zinsen stürzten viele Familien in die Schuldenfalle, während die teuer eingekauften chemischen Mittel nur kurzfristig Wirkung zeigten. Nun lernen die Bauern, dass sie viel wirkungsvoller und günstiger eigenen Düngemittel und Pestizide herstellen können.

Ihre Ansprechpartnerin

Heike Kluve
Referat Indien

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Telefon: 0228 / 926 525 25