ANDHERI HILFE

Rückblick auf 2022 und Ausblick auf 2023

2022: Gemeinsam haben wir viel bewirkt

Dank Ihrer Spenden konnten wir auch im Jahr 2022 den ärmsten und am stärksten benachteiligten Menschen in Indien und Bangladesch durch unsere Projekte vor Ort die Hand reichen. Ihre Spende wirkt! Wie genau, das zeigen beispielhaft die folgenden Auszüge aus unserer Arbeit:

Augenlicht retten in den Rohingya-Flüchtlingscamps in Cox’s Bazar

Kaum ein Rohingya hatte bislang einen Zugang zu augenärztlicher Versorgung, die Rate der Erblindung und Sehbehinderung in der Bevölkerung ist extrem hoch. Vor allem bei den Kindern ist Eile geboten: Kommt die Behandlung oder die OP zu spät, ist der Sehschaden irreparabel. Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation ORBIS haben wir uns zum Ziel gesetzt, die Fälle von Sehbehinderungen und (vermeidbarer) Blindheit bei Kindern im Alter von sechs bis 18 Jahren aus den Rohingya-Camps und den umliegenden Dörfern im Distrikt Cox’s Bazar zu verringern. Auch im vergangenen Jahr konnten mehr als 40.000 Behandlungen, Operationen und Nachsorgen durchgeführt werden. Medikamente und Brillen wurden bereitgestellt und besonders komplizierte Fälle wurden an spezialisierte Augenkliniken überwiesen. Auch Gesundheitshelferinnen und -helfer wurden zur Basis-Augenversorgung geschult, um vor allem Augenerkrankungen früh erkennen zu können. Dank Ihrer Mithilfe konnten wir dieses Projekt in 2022, im zweiten Projektjahr, erfolgreich fortführen.

Junge Frauen in Indien erhalten Stipendium für eine fundierte Ausbildung

Eines der Ziele unseres „Education Fund“ (Bildungsfonds) ist es, dass junge Stipendiatinnen Berufe erlernen, die vor Ort in Indien gebraucht werden. Krankenschwestern und Hebammen werden in den ländlichen Regionen dringend benötigt, und auch an Lehrerinnen fehlt es. Für die 27 Stipendiatinnen des ersten Ausbildungsjahrgangs begann 2022 bereits das dritte Ausbildungsjahr, 52 weitere junge Frauen begannen das zweite Ausbildungsjahr. 50 weitere junge Frauen aus armen Familien in ganz Indien konnten dank Ihrer Spenden in 2022 eine Ausbildung beginnen.

2023: Was wir mit Ihnen und den Menschen in Indien und Bangladesch erreichen wollen

Auch 2023 gibt es viel zu tun: Die am stärksten benachteiligten Menschen sind durch die Corona-Krise noch tiefer in die Armut gerutscht und auch die Auswirkungen des Klimawandels auf Mensch und Umwelt werden Jahr für Jahr lebensbedrohlicher. Zwei von vielen Gründen, weshalb wir weiter an der Seite der Menschen vor Ort in unseren Projekten stehen. Gemeinsam mit Ihnen können wir viel bewegen. Unter anderem mit Hilfe dieser Projekte:

Bildungschancen für die Kinder der Musahar

Die Musahar, die sogenannten „Rattenesser“, werden in allen Lebensbereichen auf das Schärfste diskriminiert: Sie dürfen kein Wasser am Dorfbrunnen schöpfen. Sie dürfen nicht auf den Feldern arbeiten, denn sie gelten als so unrein, dass allein durch die Berührung ihrer Hände die Ernte verdorben würde. Und ihre Kinder werden in der Schule beschimpft und bespuckt, wenn sie es nur wagen, einen Fuß über die Schwelle zu setzen. So kommt es auch, dass die Wenigsten lesen und schreiben können. Zum Überleben bleibt den Musahar meist nur das Sammeln und Verkaufen von Müll, doch das reicht nicht für das Nötigste. Vor allem die Kinder sind gezeichnet von Mangel- und Unterernährung. Wir wollen gemeinsam mit unserer Partnerorganisation BMKK im nordindischen Bihar Brückenbildungszentren errichten, in denen die Kinder lernen können. Für die Erwachsenen werden neue Einkommensquellen erschlossen, wie zum Beispiel die Herstellung und der Verkauf von Schmuck. Unsere Partnerorganisation unterstützt die Frauen beim Aufbau von Verkaufsläden und beim erfolgreichen Vertrieb ihrer Produkte. Langfristig – das zeigen Erfahrungen in ähnlichen Projekten - werden die Eltern durch die neuen Tätigkeiten höhere Einnahmen erzielen, sodass sie ihre Kinder guten Gewissens zur Schule schicken können.

Anpassung an Klimawandel und Existenzsicherung

Im Projekt mit unserer Partnerorganisation SKS Foundation sollen die Lebensgrundlagen von extrem armen Menschen in Bangladesch durch die Anpassung an den Klimawandel gesichert werden. Die 5.000 Familien leben in einer Region, die extrem von Überschwemmungen und Flusserosion betroffen ist. Zur Katastrophenvorsorge sollen die 70 Dörfer in das Hochwasser-Frühwarnsystem eingebunden werden. 195 Haushalte, deren Wohnhäuser unterhalb des Hochwasserspiegels liegen, werden angehoben und sind damit vor Überschwemmungen geschützt. Darüber hinaus werden Selbsthilfegruppen gegründet, damit die Menschen sich gemeinsam für ihre Rechte stark machen können. Ziel ist es auch, dass Beziehungen zu lokalen Behörden aufgebaut werden, um Regierungsprogramme nutzen zu können. Dazu spielen Maßnahmen zur Verbesserung der Ernährung und der Steigerung des Einkommens eine wichtige Rolle. Dieses Projekt wird in den kommenden Jahren an Bedeutung zunehmen, wenn man bedenkt, dass die Folgen des Klimawandels immer deutlicher spürbar werden, Aus diesem Grund möchten wir dazu beitragen, die Existenz der betroffenen Menschen zu sichern.

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Augenuntersuchung bei einem Mädchen in Bangladesch
Augenuntersuchung bei einem Mädchen. Früh erkannt können Augenerkrankungen oftmals geheilt werden.
Junge Frauen in der Ausbildung
Die jungen Stipendiatinnen erlernen unter Anleitung Berufe, die in den ärmsten ländlichen Regionen gebraucht werden.
Indien: Kinder in einem Klassenraum
Der Besuch der neu errichteten Brückenbildungszentren ist für die Kinder ein erster Schritt heraus aus der Armut.
Bangladesch: Frau und Mann auf einem Feld bei der Ernte
Durch den Klimawandel bedarf es vieler Anpassungen. So werden z.B. überschwemmungsresistente Sorten angebaut.