English version English version   Sitemap Sitemap   Druckversion Druckversion
 
Andheri-Hilfe Bonn
17. April 2015

Aktion „Lichtbringer“ – Licht schenken statt verschwenden

Pfarrer Andreas Krone organisiert mit seiner Evangelischen Kirchengemeinde in Steeden eine Spendensammlung, damit Menschen in Bangladesch Licht haben.

Begonnen hat alles mit einem Artikel in der Kundenzeitschrift von Naturstrom: Pfarrer Andreas Krone ist Kunde des Ökostromanbieters und liest in der Kundenzeitschrift über die Kooperation zwischen der Andheri-Hilfe und Naturstrom. Durch diese Kooperation wurden seit 2008 bereits über 1300 Solaranlagen für arme Familien in Bangladesch finanziert.

Pfarrer Krone ist seit Jahren ein Freund der Solarenergie. Als immer mehr Anlagen auf den Dächern seines Ortes montiert wurden, hat er die Solaranlagen-Betreiber eingeladen, die Ernte von Energie zu Erntedank zu feiern. Dieser Gedanke wurde sogar von der Landeskirche in Hessen und Nassau aufgenommen und auch auf der EKD Synode 2009 vorgestellt.

Zur Aktion Lichtbringer:

In Bangladesch (einem der ärmsten Länder der Welt) haben viele Menschen keinen Zugang zu elektrischen Strom. Sie beleuchten ihre Hütten abends mit Petroleumlampen, die mit teurem Petroleum betrieben werden und außerdem  gesundheitsschädlich (die Rauchentwicklung schädigt Bronchien und Lunge) sind. Pfarrer Krone hat es sich zum Ziel gesetzt, möglichst vielen Menschen den Zugang zu sauberen und kostengünstigen Solarlampen zu ermöglichen. Diese mit Solar betriebenen LED-Lampen sind außerdem wesentlich heller, als die alten „Petroleumfunzeln“ (Zitat Pfarrer Krone). Die große Hürde für die armen Menschen ist eine Anfangsinvestition von ca. 15 Euro. Das ist für Familien, die von der Hand in den Mund leben, zu viel. Die Andheri-Hilfe hat in Bangladesch das Konzept der Leihlampen entwickelt. Für drei Monate wird eine Solarlampe kostenlos ausgeliehen. So kann Geld angespart werden, das sonst für Petroleum ausgegeben wird. Dann braucht nur noch etwas Geld zusätzlich aufgewendet werden und eine eigene Lampe kann erworben werden. Die Leihlampe wandert danach zur zweiten und zu weiteren Familien. So erreicht man im Idealfall in 21/2  Jahren nacheinander 10 Familien und bringt ca. 60 Menschen Licht. Das alles funktioniert mit einer Anfangsinvestition von 15 Euro! Pfarrer Krone: „Ein tolles Konzept, das mich von Anfang an überzeugt hat.“

Krone konnte für die Aktion nicht nur seine Kirchengemeinde in Steeden begeistern. Er mobilisierte auch das Evangelische Dekanat Runkel und den Katholischen Bezirkskreis Limburg. Die Schirmherrschaft übernahm der Landrat Manfred Michel. Zur Start-Veranstaltung im vollen Steedener Gemeindesaal kam Andheri-Hilfe-Gründerin Rosi Gollmann und berichtete von der Situation der Menschen vor Ort. Die im Advent 2014 gestartete Aktion wurde von vielen privaten Spenderinnen und Spendern, Firmen, Gruppen und einem Kindergarten unterstützt.

 

Bislang wurden mehr als 8.000 Euro gesammelt!

Mit dem Geld können mehr als 530 Solarlampen finanziert werden, um diese als Leihlampen einzusetzen. Diese ermöglichen armen Familien Geld anzusparen, um nach drei Monaten eine eigene Solarlampe zu kaufen. Rund 30.000 Menschen werden abends nicht mehr im Dunklen sitzen, denn sie haben Solarlicht mitten in der Dunkelheit.

Das ist ein Zeichen der Hoffnung für die Ärmsten der Armen, denen  damit Bildungs- und Entwicklungschancen eröffnet werden. „Die Solarlampen sind zugleich auch Zeugnis unseres Glaubens an Jesus als dem Licht der ganzen Welt“, so Pfarrer Krone.

 

Andheri-Hilfe Bonn e.V. sagt allen Beteiligten DANKE für diese tolle Aktion!